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Wundertaten Jesu
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„Wenigstens steht fest, und gerade von demjenigen, woran der Kirchenglaube sich vorzugsweise knüpft, dem Wunderbaren und Übermenschlichen in den Taten und Schicksalen Jesu, steht vielmehr fest, daß es nicht geschehen ist.“
 
David Friedrich Strauß (1808-1874), dt. Philosoph und freigeistiger protest. Theologe
(Das Leben Jesu, für das deutsche Volk bearbeitet, II, 1904, S. 160. Zit. nach Karl Becker, DAVID FRIEDRICH STRAUSS in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 258)
 
David Strauß sagt kühn ›es steht fest‹ und führt kein Argument dafür an, dass es die Wundertaten Jesu nicht gegeben habe. Diese Aussage kommt von jemandem, der Jesus nicht gesehen und nicht erlebt hat, im Gegensatz zu den Evangelisten, die Jesu Wundertaten entweder gesehen oder diese nur wenige Jahre nach dem Geschehen nach Augenzeugenberichten aufgeschrieben haben.
Warum zog Jesus denn tausende Menschen an? Warum wurde er so sehr von Hilfesuchenden bedrängt, dass er manchmal noch nicht einmal zum Essen kam? Weil die Menschen wieder und wieder erlebt hatten, wie er Kranke heilte.
Jesu Wundertaten wurden nicht nur von den vier evangelistischen Geschichtsschreibern belegt; von ihnen berichtet auch ein „weltlicher“, nämlich Flavius Josephus, der im 1. Jahrhundert seine „Griechischen Altertümer“ schrieb, also dem Geschehen zeitlich viel näher war, als die bibelkritischen Theologen des 19. Jahrhunderts, von denen David Strauß einer war.
Aus all dem können wir schließen, dass wir besser daran tun, einem Zeitzeugen Jesu, wie z.B. Lukas (Lukas-Evangelium, Apostelgeschichte) zu glauben als theologischen Kritikern unserer Zeit, die aus einem Abstand von 2000 Jahren ein Urteil fällen wollen und so gut wie keine archäologischen oder literarischen Belege vorweisen können.
Fest steht also, was die Zeitzeugen belegen, dass Jesus Wunder getan hat.