Atheisten > Arthur Schopenhauer
Die aufgehende Sonne
Weitere Texte:
Arthur Schopenhauer
Pro2-SchopenhauerWolf-81
Pro2-SchopenhauerWaage-78
Pro2-SchopenhauerLiebe-82
Pro2-SchopenhauerLeuchtwürmer-77
Pro2-SchopenhauerKleid-80
Pro2-Schopenhauergeschwächt-84
Pro2-SchopenhauerGeist-79
Pro2-SchopenhauerBedürfnis-85
Pro2-SchopenhauerAstronomie-83
Pro2-SchopenhauerAbrichtung-86
Pro2-SchopenhauerLeuchtwürmer-77
„Die Religionen sind wie die Leuchtwürmer: sie bedürfen der Dunkelheit, um zu leuchten“
 
Arthur Schopenhauer (1788-1860), deutscher Philosoph
(Schopenhauer, Ausgabe der sämtlichen Werke, Arthur Hübscher (Hrsg.), Wiesbaden, S. 366. Zit. nach Joseph Welter, ARTHUR SCHOPENHAUER in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 164)
 
Viele Menschen schauen sich erst nach Gott um, wenn es dunkel um sie herum wird.
So waren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Kirchen in Deutschland voll. Dies lag daran, dass die Menschen, nachdem sie jahrelang ihren eigenen Weg gegangen waren ohne nach Gott zu fragen, nun sahen, in welche Not sie geraten waren, weil sie die Gebote Gottes missachtet hatten.
In der Dunkelheit erwacht sahen sie auf Gott und erkannten sein Leuchten wie das der aufgehenden Sonne. Gott schenkte Deutschland nach dem furchtbaren Krieg einen Neuanfang. Aber das aufkommende Wirtschaftswunder machte die Menschen wieder gleichgültig gegenüber Gott. Sie hatten genug zu essen und lebten in Sicherheit. Wozu brauchen wir noch einen Gott, sagten sie sich. Sie sahen das Leuchten der Gnade Gottes nicht mehr, weil Gott sie nicht mehr interessierte.
Wenn wir nur auf unser materielles Wohl blicken übersehen wir leicht die geistliche Not, in der sich viele Menschen unserer Zeit befinden. „Ohne Gott geht es in die Dunkelheit“, heißt es in einem Lied. Gott werden wir nicht mehr aus dem Weg gehen können wenn wir nach dem Tod erfahren, wo wir die Ewigkeit verbringen werden.