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Gott verstehen
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„Glaube und Wissen [...] verhalten (sich) wie die zwei Schaalen einer Waage: in dem Maaße, als die eine steigt, sinkt die andere.“
 
Arthur Schopenhauer (1788-1860), deutscher Philosoph
(Schopenhauer, Ausgabe der sämtlichen Werke, Arthur Hübscher (Hrsg.)Wiesbaden, S. 367. Zit. nach Joseph Welter, ARTHUR SCHOPENHAUER in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 164)
 
Indem ich als Christ mit Gott lebe, und über das, was mich bedrückt und was mich freut, zu ihm bete und mit der Zeit immer mehr erkenne, wie er in mein Leben eingreift, bekomme ich die Gewissheit, dass es Gott gibt und dass er mich liebt. Diese Gewissheit ist auch ein Wissen über Gott. Und dieses Wissen vertieft sich, wenn ich mit anderen Menschen über das spreche, was sie mit Gott erleben. Glaubenserfahrung vermittelt uns also Informationen über Gott.
Glauben und Wissen schließen einander auch deshalb nicht aus, weil das Herz nur Dinge annehmen kann, die der Verstand akzeptiert.
Jesus fordert uns auf:

„Liebe Gott, den Herrn, von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand! (Matthäus 22, 37)

Dieser Ausspruch zeigt uns, wie eng Glaube und Wissen im christlichen Leben miteinander verbunden sind. Gott hat uns bei der Schöpfung unseren Verstand geschenkt, damit wir ihn und seine Liebe zu uns nicht nur von Herzen sondern auch vom Denken her begreifen können.