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Der Sinn des Lebens
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„ ... zu verlangen, daß sogar ein großer Geist – ein Shakespeare, ein Goethe – die Dogmen irgend einer Religion ... zu seiner Ueberzeugung mache, ist wie verlangen, daß ein Riese den Schuh eines Zwerges anziehe.“
 
Arthur Schopenhauer (1788-1860), deutscher Philosoph
(Schopenhauer, Ueber das metaphysische Bedürfnis des Menschen, S. 185. Zit. nach Joseph Welter, ARTHUR SCHOPENHAUER in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 169)
 
„Denn alle Weisheit dieser Welt ist in den Augen Gottes nichts als Torheit.“ (1. Korinther 3, 19)

Was nützt es einem großen Geist, wenn er zwar riesengroß ist, ihm aber kein Schuh mehr passt? Er würde erhebliche Schwierigkeiten bei der Fortbewegung haben.
Je höher die Meinung ist, die man von sich selbst hat, desto schwerer fällt es dem Menschen einzusehen, dass das Leben, so toll es auch sein mag und so sehr man es auch genießen kann, nur eine Vorbereitung auf das Leben nach dem Tod in der Ewigkeit ist.
Wer hier ein glänzender Philosoph oder ein erfolgreicher Geschäftsmann ist, der kann leicht übersehen, dass das wirklich Entscheidende im Leben ist, dass man hier durch den Glauben die Voraussetzung dafür erlangt, dass man die Ewigkeit in der Herrlichkeit Gottes verbringt und nicht im Elend der Gottesferne.
Dies ist das Ziel des Lebens und zu große Füße können ein Handicap sein, wenn man diesen Weg zum Heil gehen will.