Atheisten > Porphyros (233-301/305 n.Chr.)
Nicht mehr zu bremsen
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Kritik der Göttlichkeit Jesu: „Wenn er (der auferstandene Christus) sich angesehenen Männern offenbart hätte, dann wären durch sie alle zum Glauben gelangt, und kein Richter hätte sie als Erfinder absonderlicher Märchen verurteilt.“
 
Porphyros (233-301/305 n.Chr.), Philosoph des antiken Rom
(Nr. 64, Makarios, II, 14, aus Porphyrius, Gegen die Christen, 15 Bücher, Hrsg.: Adolf von Harnack, Berlin 1916. Zit. nach Wilhelm Halbfaß, PORPHYRIOS in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 31)
 
Das Problem lag nicht darin, dass Christus sich den „angesehenen Männern“ nicht offenbart hätte; das hatte er mit seinen Wundertaten und Predigten jahrelang getan, sondern dass diese, der Hohe Rat der Juden, Jesus als Gottes Sohn nicht akzeptieren wollten, weil sie um ihre Privilegien als Religionsführer fürchteten.
Die Hohenpriester hatten schon begriffen, dass Jesus von den Toten auferstanden war und sich deshalb als Sohn Gottes erwiesen hatte, denn sie forderten die römische Wachmannschaft, die ihnen berichtet hatte, dass das Grab leer war, dazu auf, eine Lüge zu verbreiten, nämlich dass die Jünger Jesu den Leichnam ihres Herrn aus dem Grab gestohlen hätten (s. Matthäus 28, 11-15). Nur weil die Hohenpriester eingestehen mussten, dass Jesus tatsächlich auferstanden war, ließen sie eine Lüge verbreiten und bestachen die römischen Soldaten deshalb mit Geld.
Dies ist das Eingeständnis der „angesehenen Männer“, die die Wahrheit leugneten.
Der Apostel Paulus berichtet uns, dass der auferstandene Jesus u.a. 500 Christen zur gleichen Zeit erschienen war (1. Korinther 15, 5-7). Hieran zeigt sich, dass mit dem Tod Jesu am Kreuz der Zeitpunkt gekommen war, wo er nicht mehr darum kämpfte, von den Juden als Sohn Gottes erkannt zu werden. Alles, was nach seiner Auferstehung geschah, hatte zum Ziel, den durch seine Gefangennahme und Hinrichtung schockierten Jüngern zu zeigen, dass er über den Tod triumphiert hatte, und sie in die Lage zu versetzen, die erste christliche Gemeinde zu gründen und den christlichen Glauben in der ganzen Welt zu verbreiten.
Die „angesehenen Männer“, die die Auferstehung Jesu sowieso nicht wahrhaben und die Wahrheit unterdrücken wollten, waren nicht mehr das Ziel des Auftretens Jesu. Er ließ nun die jüdische Gemeinschaft links liegen und setzte alles daran, die Gründung der christlichen Gemeinde vorzubereiten.
Seine Auferstehung von den Toten war die Garantie dafür, dass die Wahrheit seiner göttlichen Herkunft nicht mehr unterdrückt werden konnte und die Verbreitung des christlichen Glaubens nicht mehr zu bremsen war.