Atheisten > Porphyros (233-301/305 n.Chr.)
Das vollkommene Leben
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Kritik an der christlichen Eschatologie: „[…] Man sollte sich auch überlegen, wie unvernünftig es ist, wenn der Weltschöpfer zwar damit einverstanden ist, daß der Himmel, dessen erhabene Schönheit durch nichts übertroffen wird, sich auflöst, daß die Sterne stürzen, daß die Erde vergeht – verweste und verwüstete Menschenleiber jedoch auferstehen läßt.“
 
Porphyros (233-301/305 n. Chr.), Philosoph des antiken Rom
(Nr. 94, Makarios IV, 24, aus Porphyrius, Gegen die Christen, 15 Bücher, Hrsg.: Adolf von Harnack, Berlin 1916. Zit. nach Wilhelm Halbfaß, PORPHYRIOS in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 35)
 
Erhaltenswert ist das, was vollendet ist. Vom Menschen kann man das nicht behaupten. Er ist nicht nur in immerfort anhaltende Konflikte und Kriege verwickelt, er ist auch dazu verurteilt, einmal zu sterben und zu verwesen.
Aber genau so, wie Gott den Menschen geschaffen hat, kann er auch „verweste und verwüstete Menschenleiber“ wieder auferstehen lassen und ihnen einen neuen Leib und ein neues Leben geben.
Wichtig ist, dass dann die Menschen, die in ihrem irdischen Leben an Gott geglaubt und nun das ewige Leben in Gottes Herrlichkeit haben, in einer neuen, ewigen Ordnung leben werden, die eine vollkommene Existenzweise darstellen wird; denn alles Leid, was es auf der Erde gegeben hat, wird vorbei sein:

„Hier wird Gott mitten unter den Menschen sein! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein … Er wird alle ihre Tränen trocknen, und der Tod wird keine Macht mehr haben. Leid, Angst und Schmerzen wird es nie wieder geben; denn was einmal war, ist für immer vorbei“ (Offenbarung 21, 3-4)

Dass das Alte vergangen ist, wird dann niemanden mehr interessieren sondern nur noch, dass das vollkommene Leben beginnt und in Ewigkeit fortdauert. Es wird dann nicht mehr interessieren, ob Porphyros etwas an Gottes Handeln unvernünftig gefunden hat sondern nur noch, ob er sich rechtzeitig für das Leben mit Gott entschieden hat.