Atheisten > Porphyros (233-301/305 n.Chr.)
Die Liebe ist das Wichtigste
Weitere Texte:
Porphyros
Pro2-Porphyroswürdig-20
Pro2-PorphyrosWeltschöpfer-33
Pro2-PorphyrosUnmündige-30
Pro2-PorphyrosTaufe-34
Pro2-Porphyrosstumpfsinnig-22
Pro2-PorphyrosPetrus-27
Pro2-PorphyrosPaulus-28
Pro2-PorphyrosLogos-25
Pro2-PorphyrosGnade-23
Pro2-Porphyrosgekreuzigt-26
Pro2-Porphyrosewig-32
Pro2-PorphyrosEitelkeit-29
Pro2-Porphyrosangesehen-21
Pro2-PorphyrosAbendmahl-35
Pro2-PorphyrosPetrus-27
Über Petrus: „Was ist das für ein »Petrus« (griech. ... Fels), der da imstande sein soll, die Fundamente der Kirche zu tragen – er, der leichtfertigen Sinnes tausendfach sich hin und her gewendet hat?...“
 
Porphyros (233-301/305 n.Chr.), Philosoph des antiken Rom
(Nr. 23, Makarios III, 19, aus Porphyrius, Gegen die Christen, 15 Bücher, Hrsg.: Adolf von Harnack, Berlin 1916. Zit. nach Wilhelm Halbfaß, PORPHYRIOS in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 32)
 
Petrus hatte Jesus versprochen, ihm treu zu bleiben bis in den Tod.
Aber dann kam die Gefangennahme Jesu und Petrus hatte genauso viel Angst, wie die anderen Jünger. Er distanzierte sich von Jesus und tat sogar so, als ob er ihn nicht kenne. Wie soll solch ein Feigling, so fragte nicht nur Porphyros, in der Lage sein, die Fundamente der Kirche zu tragen?
Nach seiner Auferstehung von den Toten trifft sich Jesus mit Petrus zu einem Vier-Augen-Gespräch am See Tiberias (s. Johannes-Evangelium Kapitel 21). Der Jünger hätte sich vor Scham bestimmt in den letzten Winkel verkrochen, aber Jesus macht ihm keine Vorwürfe. Er nimmt ihn immer noch als Seelsorger ernst, der anderen Menschen Trost und Hoffnung gibt und als den glaubhaften Verkündiger des Evangeliums.
Bei Jesus gelten offenbar andere Maßstäbe als bei Menschen. Das Versagen des Petrus trifft nicht auf Jesu Verachtung sondern auf seine Liebe. Er will den gestrauchelten Jünger zum ersten Hirten der christlichen Gemeinde machen.
Warum ausgerechnet ihn, der ihn doch verleugnet hat?
Jesus hält ihn deshalb für diese Aufgabe geeignet, weil Petrus ein Mensch ist, der gesündigt und dann Gottes überwältigende Vergebung erfahren hat.
Jeder Mensch steht in Gefahr, wie Petrus zu versagen,. Aber es kommt darauf an, dass er dann Gott um Vergebung bittet.
Für Jesus ist weiterhin wichtig, dass Petrus ihn liebt. Denn darauf kommt es letztlich an, wenn jemand in einer christlichen Gemeinde Verantwortung übernehmen soll.
Jeder kann einmal versagen. Aber die Liebe zu Jesus ist die wichtigste Voraussetzung, wenn man ihm nachfolgen will.