Atheisten > Porphyros (233-301/305 n.Chr.)
Sich auf Gottes Gnade verlassen
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Über Paulus: „(Paulus sagt:) »Denn die mit des Gesetzes Werken umgehen, die sind unter dem Fluch« (Gal. III, 10). Er, der im Römerbrief schreibt: »Das Gesetz ist geistlich« (VII, 14) und: »Das Gesetz ist heilig, und das Gebot ist heilig und gerecht« (VII, 12), unterwirft damit diejenigen, die dem Heiligen gehorchen, dem Fluch.“
 
Porphyros (233-301/305 n.Chr.), Philosoph des antiken Rom
(Nr. 30, Makarios III, 33, aus Porphyrius, Gegen die Christen, 15 Bücher, Hrsg.: Adolf von Harnack, Berlin 1916. Zit. nach Wilhelm Halbfaß, PORPHYRIOS in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 32f)
 
In diesem Ausspruch von Paulus geht es um das Vertrauen zu Gott.

„Wer dagegen darauf vertraut, von Gott angenommen zu werden, weil er das Gesetz erfüllt, der steht unter einem Fluch.“ (Galater 3, 10a)

Darf man etwa das Gesetz nicht erfüllen, oder doch? Was gilt nun? Dieser Bibelvers sagt uns, dass wir uns nicht darauf verlassen sollen, aufgrund der Einhaltung des Gesetzes (z.B. der Zehn Gebote) selig zu werden, sondern dass wir auf Gott vertrauen sollen, von ihm trotz unserer Verfehlungen angenommen zu werden. Wenn wir Gott einfach glauben, dass er uns von unserer Sündenschuld erlöst hat, setzen wir auf seine Gnade. Wenn wir aber auf unsere Fähigkeit setzen, alle Gebote erfüllen zu können, dann verlassen wir uns auf uns selbst und nicht mehr auf Gott. Jederzeit alle Gebote erfüllen kann niemand. Deshalb führt das Verlassen auf die eigene Kraft automatisch zum Versagen – obwohl die Bibel natürlich dafür eintritt, dass wir die Gebote möglichst halten sollen. Der entscheidende Fehler, wenn wir uns auf die eigenen Taten verlassen, besteht aber darin, dass wir dann so tun, als seien wir frei von Sünde. Dies ist aber bei keinem Menschen der Fall. Deshalb sollen wir nicht so tun, als brauchten wir Gottes vergebende Gnade nicht. Wir sollen uns ganz auf die vergebende Gnade Gottes verlassen aber gleichzeitig die Gebote so gut erfüllen, wie wir können.