Atheisten > Porphyros (233-301/305 n.Chr.)
Der ewige Gott
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Kritik der Göttlichkeit Jesu: „... so wäre es doch nicht möglich, nachzuweisen, daß Christus an irgendeiner Stelle als Gott, als göttlicher Logos oder als Weltschöpfer bezeichnet worden sei.“
 
Porphyros (233-301/305), Philosoph des antiken Rom
(Nr. 68, Makarios III, 3, aus Porphyrius, Gegen die Christen, 15 Bücher, Hrsg..: Adolf von Harnack, Berlin 1916. Zit. nach Wilhelm Halbfaß, PORPHYRIOS in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 32)
 
„Am Anfang war das ewige Wort Gottes: Christus. Immer war er bei Gott und ihm in allem gleich.
Durch ihn wurde alles geschaffen. Nichts ist ohne ihn geworden.“
(Johannes 1, 1-3)

So spricht der Apostel Johannes im Neuen Testament von Jesus.
Wir sehen, dass hier nicht vom Wort im Sinne des „Logos“ der griechischen Philosophie, also der abstrakten „vernünftigen Kraft Gottes“, sondern von dem lebendigen Wort die Rede ist, das den Menschen neues Leben schenkt. Beim christlichen Glauben handelt es sich eben um eine konkrete Beziehung des Menschen zum persönlichen Gott, der das Weltall und den Menschen durch sein Wort geschaffen hat und die Welt auch immer noch lenkt.
Zwischen dem Gottesbegriff der griechischen Philosophie, wie Porphyros ihn hier vertritt, und dem Gott des christlichen Glaubens besteht also ein großer Unterschied.
Ist es nun so, wie Porphyros behauptet, dass Jesus nach der Bibel nicht in das Wirken Gottes seit Ewigkeit eingeschlossen ist? Im Alten Testament lesen wir:

„Und du, Bethlehem Efrata, ... aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.“ (Micha 5, 1)

Nach dem Alten Testament, aus dem wir viele Prophezeiungen auf den Messias kennen, ist Jesus, der ja in Bethlehem geboren wurde, also in das Wirken Gottes seit Ewigkeit, also auch von der Schöpfung der Welt her, die ja ganz am Anfang der Zeit stattfand, eingeschlossen.