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Neuer Glaube –Neues Leben
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Nietzsche hält ein Leben nach dem Evangelium, so wie Jesus lebte, für möglich. Aber: „ [...] Nicht ein Glauben, sondern ein Tun, ein Vieles–nicht-tun vor allem, ein andres Sein [...]“
 
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph
(Friedrich Nietzsche, Werke in drei Bänden, hrsg. v. Karl Schlechta, München o.J., Bd. II, S. 1200. Zit. nach Wolfgang Beutin, FRIEDRICH NIETZSCHE in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 363)
 
Nietzsche hält es für möglich, dass Menschen wie Jesus leben können.
Wirklich wie Jesus? Er hat niemals gesündigt, denn er war zugleich Gott und Mensch. Da ist keiner, der nicht gesündigt hat, sagt Paulus. Er spricht dabei aus eigener Erfahrung und wer von uns kann behaupten, er habe noch nie gesündigt?
Nietzsche verlangt von uns sogar das Kunststück, nach dem Evangelium zu leben, ohne an Gott zu glauben. Das klingt ziemlich verworren. Warum sollte jemand nach Gottes Gesetzen leben wollen, wenn er noch nicht einmal an Gott glaubt?
Nietzsche selbst wollte sehr wahrscheinlich nicht nach Gottes Willen leben, denn er verstand sich als sein erbitterter Gegner, als Atheist. Wie steht es mit uns? Wollen wir nach den Geboten Jesu, der Nächstenliebe und der Feindesliebe leben? Eine bessere Voraussetzung für ein gutes Zusammenleben der Menschen kann man wohl nicht erschaffen, als nach diesen Maximen zu leben.
Voraussetzung dafür ist aber, dass wir an Gott glauben, dass wir ihn um Vergebung unserer Sünden bitten und ihn in unserem Leben Herr werden lassen. Dann wird auch für uns gelten, was Paulus sagt:

„Ihr seid nicht mehr hilflos der Sünde ausgeliefert, sondern ihr gehorcht mit Leib und Seele dem Evangelium, wie es euch gelehrt worden ist.“ (Römer 6, 17)

Nur der Glaube macht ein Leben nach dem Evangelium, nach dem Willen Gottes möglich. Und durch den Glauben erlangen wir auch tatsächlich ein Zusammenleben in Liebe und Freundschaft, ein lebenswertes Leben.