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Die raue Wirklichkeit
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„Weder die Moral noch die Religion berührt sich im Christentume mit irgendeinem Punkte der Wirklichkeit.“
 
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph
(Friedrich Nietzsche, Werke in drei Bänden, hrsg. v. Karl Schlechta, München o.J., Bd. II, S. 1175. Zit. nach Wolfgang Beutin, FRIEDRICH NIETZSCHE in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 365)
 
Wie glücklich müssen die Jünger gewesen sein, als sie mit Jesus durchs Land Israel und von Sieg zu Sieg zogen. Jesus heilte Blinde, Lahme, Aussätzige, er erweckte Tote zum Leben, er vergab Sünden – was nur Gott kann – und sie selbst durften in seiner Kraft Dämonen austreiben.
In all diesen Ereignissen zeigte sich die Wirklichkeit Gottes, dass Gott selbst auf Erden gegenwärtig war und entgegen den Naturgesetzen die Menschen veränderte: Kranke wurden auf wunderbare Weise gesund, Tote wurden lebendig.
Dies ist die Wirklichkeit Gottes, die die Jünger damals in den Taten Jesu erlebten.
Aber je näher sie auf ihrer Wanderung Jerusalem kamen, desto mehr schienen sie sich einer anderen Wirklichkeit zu nähern. Jesus sprach immer wieder davon, dass er von den Feinden Gottes getötet werden würde.
Jesus spürte diese schreckliche Wirklichkeit, als er im Garten Gethsemane betete; „Vater, wenn es möglich ist, bewahre mich vor diesem Leiden. Aber nicht was ich will, sondern was du willst, soll geschehen.“ (Lukas 22, 42)
Jesus traf auf die Wirklichkeit des Satans, der Hass und Leid in die Welt bringt – und er wich dieser Wirklichkeit nicht aus. Er, der niemals einem Menschen etwas zu Leide getan hatte und der jeden Angriff mit seiner göttlichen Macht hätte abwehren können, ließ sich gefangen nehmen, foltern und töten. Aber indem er dies geschehen ließ, indem er die Schuld der Menschen und ihre Strafe auf sich nahm, entmachtete er den Satan selbst. Denn dieser hat keine Macht mehr über diejenigen, die an Jesus glauben – sie sind mit Gott versöhnt und haben das ewige Leben.
Indem Jesus, der als Gott alle Macht hatte, seine Feinde, die ihn peinigten und töteten, zu besiegen, sich klein machte und sich dieser Wirklichkeit, der Macht des Satans stellte, entmachtete er diesen und schuf eine neue Wirklichkeit: Vergebung und ewiges Leben für die, die an ihn glauben.