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Liebe und Verstand
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„Gott ist eine faustgrobe Antwort, eine Undelikatesse gegen uns Denker –, im Grunde sogar bloß ein faustgrobes Verbot an uns: ihr sollt nicht denken!“
 
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph
(Friedrich Nietzsche, Werke in drei Bänden, hrsg. v. Karl Schlechta, München o.J., Bd. II, S. 1082. Zit. nach Wolfgang Beutin, FRIEDRICH NIETZSCHE in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 358)
 
Jesus fordert uns auf:

„Liebe Gott, den Herrn, von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand.“ (Matthäus 22, 37)

 Jesus nennt dies das wichtigste Gebot. Es ermuntert uns dazu, Gott mit unserem ganzen Denken zu lieben. Wir sollen also sehr wohl unser Denkvermögen gebrauchen. Gott hat uns so geschaffen, dass wir Wissen erlangen und die Wahrheit erkennen können. Wenn Gott gewollt hätte, dass wir Menschen nicht denken können, dass wir unseren Verstand nicht dazu gebrauchen können um uns Argumente gegen ihn zu überlegen, wie Herr Nietzsche das tut, dann hätte er uns bei der Schöpfung erst gar nicht mit unserem Verstand ausgestattet. Aber Gott schuf uns so, dass wir, im Gegensatz zu allen anderen Lebewesen, einen Verstand haben und dass wir uns für oder gegen ihn entscheiden können. Gott schuf uns ihm zum Bilde, damit er im Menschen ein Gegenüber hat, mit dem er sich auseinandersetzen und vor allem – das sich mit ihm auseinandersetzen kann. Herr Nietzsche hat doch einen Verstand, er gebraucht ihn auch, und warum ist das möglich? Weil Gott ihn so geschaffen hat! Und Gott lässt es geschehen, dass er diesen Verstand sogar dazu gebraucht, gegen ihn zu argumentieren.