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Sprung ins Leben
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„Das »Evangelium« starb am Kreuz.“
 
Friedrich Nietzsche (1844-1900), deutscher Philosoph
(Friedrich Nietzsche, Werke in drei Bänden, hrsg. v. Karl Schlechta, München o.J., Bd. II, S. 1200. Zit. nach Wolfgang Beutin, FRIEDRICH NIETZSCHE in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 363)
 
Jesus, der am Kreuz hing, rief: „Es ist vollbracht!“ Dann ließ er den Kopf sinken und starb (Johannes 19, 30).
Was hatte Jesus vollbracht?
Seine Mission auf der Erde war zu Ende geführt. Gott war in der Gestalt seines Sohnes auf die Erde gekommen und war am Kreuz dafür gestorben, dass die Schuld der Menschen gesühnt werden konnte.
Dies ist das Evangelium, die frohe Botschaft, dass Gott zu den Menschen gekommen ist, dass Gott und Mensch miteinander versöhnt sind, dass diejenigen, die an Jesus glauben, das ewige Leben haben.
Aber der Opfertod Jesu am Kreuz ist unlösbar damit verbunden, was danach geschah: Am dritten Tag stand Jesus wieder von den Toten auf.
Indem Jesus den Tod besiegt hat, haben wir die Sicherheit, dass das Evangelium gilt, dass es das hält, was es verspricht.
Nietzsche versucht also durch einen Kunstgriff das Evangelium von dem Akt des Beweises zu trennen, der uns garantiert, dass das, was das Evangelium verspricht, den Prüfungen der Realität stand hält.
Das Evangelium lebt aber natürlich auch in der Hinsicht über den Kreuzestod Jesu hinweg, dass dieser mit seinem freiwilligen Sühnetod den Satan entmachtet und uns deshalb von der Herrschaft der Sünde befreit.
Durch seinen Opfertod hat Jesus die Sünde und durch seine Auferstehung hat er den Tod besiegt.
Das Kreuz, an dem Jesus starb, ist kein Grenzpfahl sondern das Sprungbrett für den Christen in ein neues Leben, in dem er nicht mehr von der Sünde beherrscht ist und das ewige Leben schon auf dieser Erde beginnen kann.