Wissen über Gott
Weitere Texte:
Karl Marx
Pro2-MarxWelt-167
Pro2-MarxSonne-171
Pro2-MarxSeufzer-168
Pro2-MarxPrinzipien-174
Pro2-Marxpredigen-175
Pro2-MarxMensch-166
Pro2-MarxMachwerk-173
Pro2-MarxLeben-172
Pro2-MarxKritik-170
Pro2-MarxKritik-165
Pro2-MarxJudenfrage-177
Pro2-MarxDuckmäuser-176
Pro2-MarxBrust-178
Pro2-MarxAufhebung-169
Pro2-MarxMensch-166
„Der Mensch macht die Religion, die Religion macht nicht den Menschen.“
 
Karl Marx (1818-1883), Begründer des wissenschaftlichen Sozialismus
(Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie, Einleitung, in: Karl Marx/Friedrich Engels, Werke, Berlin 1956ff, S. 378f. Zit. nach Walther Müller-Jentsch, KARL MARX in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 305)
 
Spricht es nicht Bände, dass es kein Volk auf der Erde gibt, in dem die Menschen nicht in irgendeiner Form an ein höheres Wesen glauben? In uns Menschen gibt es offenbar ein mehr oder wenig verborgenes Wissen darum, dass wir alle von Gott geschaffen sind.
Aber trotzdem gebe ich Karl Marx Recht, wenn er sagt, dass der Mensch die Religion macht. Denn in vielen Völkern ist das Wissen um Gott verschüttet worden und die Menschen versuchen wieder Gemeinschaft mit ihm zu bekommen, indem sie sich ein Bild von Gott machen und Vorschriften erfinden, um mit ihm in Kontakt zu treten (z.B. Opferriten).
Diese Religionen sind tatsächlich von Menschen gemacht. Es handelt sich um menschliche Anstrengungen, um zu Gott zu kommen. Demgegenüber ist es beim Evangelium, das die Grundlage des christlichen Glaubens bildet, genau umgekehrt: Gott kommt auf die Menschen zu. Es sind keine Opferhandlungen notwendig. Wir brauchen uns keine Strafe zur Buße aufzuerlegen. Gott ist sogar in der Gestalt seines Sohnes Jesus Christus auf die Erde gekommen, um die Menschen wieder mit sich zu versöhnen.
Karl Marx hat sich ausgiebig mit Religionskritik beschäftigt. Er ist mit seinen Theorien gescheitert: In den osteuropäischen Staaten gibt es keine sozialistischen Systeme mehr, aber der christliche Glaube blüht von neuem auf.
Um unser Leben zu verändern brauchen wir keine Religionskritik sondern die Begegnung mit Gott. Die können wir z.B. erleben, wenn wir in der Bibel lesen.