Erfahrungen mit Gott
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„Wie der Mensch in der Religion vom Machwerk seines eignen Kopfes, so wird er in der kapitalistischen Produktion vom Machwerk seiner eignen Hand beherrscht.“
 
Karl Marx (1818-1883), Begründer des wissenschaftlichen Sozialismus
(Das Kapital, Karl Marx, Friedrich Engels, Werke, Berlin 1956ff, Bd. 23, S. 649. Zit. nach Walther Müller-Jentsch, KARL MARX in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 308)
 
Marx sieht den arbeitenden Menschen im Kapitalismus als jemanden, der seine Arbeitskraft verkaufen muss. Da dies die einzige Geldquelle in seinem Leben darstellt, muss er jeden Aspekt seines Lebens auf diesen Akt der Arbeit abstimmen. Was er herstellt, bestimmt sein Leben; z.B. im Hinblick darauf, dass er sich bestimmte Arbeitsfähigkeiten aneignen muss, ohne die er diese Arbeit nicht tun kann.
Was den geistlichen Teil dieser Aussage betrifft, so ist die spezifische Arbeit und die Weise, wie die gegenwärtige Kultur, die Erziehung und der Stand in der Gesellschaft den Menschen geistig geformt haben dafür ausschlaggebend, wie seine Vorstellungen über Gott und sein Glaube aussehen. Für Marx verhält sich die Sache nämlich so, dass der Mensch Gott erfunden hat und alles, was in der Bibel steht und was es sonst noch an geistlichen Erfahrungen gibt, dazu.
Dass diese Behauptung des Karl Marx nicht stimmt kann man daran sehen, dass der Glaube von Christen auf der ganzen Welt, egal in welcher Gesellschaftsordnung sie aufgewachsen sind, der gleiche ist: Egal ob es sich um einen Christen aus Nordamerika, aus China oder Uganda handelt. Egal ob der Christ in einer kapitalistischen, sozialistischen oder einer Stammesgesellschaft lebt. Egal ob er Arbeiter, Beamter oder Selbständiger ist.
Das bedeutet, dass der Glaube all dieser verschiedenen Menschen der gleichen Quelle entspringt: dem Geist Gottes, der die Glaubenden leitet.
Karl Marx hat zwei Fehler begangen; einen in seiner Theorie und einen in seiner Praxis: Er unterscheidet nicht zwischen dem geistigen und dem geistlichen Bereich des Menschen und er hält es nicht für notwendig, Erfahrungen mit Gott zu sammeln. Hätte er es darauf angelegt Gott im Glauben zu begegnen, wären ihm solche Fehler im theoretischen Bereich nicht unterlaufen, dann wären der Menschheit die furchtbaren Erfahrungen, die sie mit den sozialistischen Diktaturen sammeln mussten, erspart geblieben.