Atheisten > Julian (332-363), römischer Kaiser
Jenseits von gut und böse
Weitere Texte:
Julian
Pro2-JulianWundertäter-40
Pro2-JulianWundertäter-38
Pro2-JulianUnterschied-36
Pro2-JulianTod-37
Pro2-JulianPaulus-41
Pro2-JulianLiteratur-43
Pro2-JulianJuden-42
Pro2-JulianHistoriker-39
Pro2-JulianUnterschied-36
Kritik am Sündenfall-Bericht: „Ist es nicht auch im höchsten Grade widersinnig, wenn Gott dem Menschen, den er selbst geschaffen hat, die Kenntnis des Unterschiedes von gut und böse vorenthält?“
 
Julian (332-363), römischer Kaiser
(K.J. Neumann, Kaiser Julians Bücher gegen die Christen, 1880, S. 3. Zit. nach Karlheinz Deschner, KAISER JULIAN in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 44)
 
Könnte es nicht wunderbar sein, wenn man zwischen gut und böse nicht zu unterscheiden brauchte, weil es etwas Böses gar nicht gibt?
Genau so war die Situation im Garten Eden: Alles, was Gott geschaffen hatte, war gut. Die Menschen waren gut. Das Verhältnis der Menschen zu den Tieren und der übrigen Natur war gut. Es gab nichts Böses. Zu unterscheiden zwischen gut und böse war überflüssig, weil es im Paradies nur Gutes und nichts Böses gab.
Dies wollte der Satan, der in Gestalt der listigen Schlange auftrat, allerdings ändern. Deshalb machte er Adam und Eva den Mund damit wässrig, sie könnten zwischen gut und böse unterscheiden, wenn sie von der verbotenen Frucht am Baum der Erkenntnis kosteten. Der Teufel wollte auf diesem Weg – Adam und Eva sollten das Gebot Gottes missachten – erreichen, dass das Böse Einzug in die Welt hielt.
Aber bis dahin, bis zu dem Zeitpunkt vor dem Sündenfall, war alles gut in der Welt.
Wenn Sie sich die Kriminalität, die Kriege und all die anderen Konflikte vor Augen führen – sehnen Sie sich dann nicht auch nach einer Welt, in der wir von dem Unterschied zwischen gut und böse nichts mehr zu wissen brauchen?
Jesus wird diese friedliche und absolut gute Welt eines Tages erschaffen, wenn er wiederkommt.