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Kraft für den harten Alltag
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Über die Christen: „Unser ist die Literatur und das Hellenentum, denn unser ist auch die Verehrung der Götter; euer aber ist der Mangel an literarischer Kultur und rüde Unbildung, und eure Weisheit hat nichts, was über das Gebot »Sei Gläubig« hinausgeht.“
 
Julian (332-363), römischer Kaiser
(Julian, Briefe. Griechisch-deutsch, hrsg. v. B. K. Weis, 1973, S. 205. Zit. nach Karlheinz Deschner, KAISER JULIAN in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 49)
 
Julian präsentiert sich hier ganz als der Vertreter der „Oberen Zehntausend“. Der Aristokrat, der sich genüsslich der Literatur und anderen vornehmen Beschäftigungen hingibt und mit Verachtung auf die Christen hinabschaut.
Diese rekrutierten sich im antiken Rom hauptsächlich aus den unteren Schichten, z.B. der Klasse der Sklaven. Sie verbrachten keine romantischen Literaturabende bei Kerzenschein sondern versteckten sich in den Katakomben, um hier ihre Gottesdienste unbehelligt von der Staatsmacht abzuhalten.
Für sie war ihr Glaube ein Halt, um in einem schwierigen Lebensalltag den Mut nicht zu verlieren. Sie klammerten sich an die Gewissheit, dass Jesus Christus den Tod überwunden und ihnen das ewige Leben geschenkt hatte. Es war der Glaube an den auferstandenen Jesus, der ihnen die Kraft gab, in ihrem Sklavendasein nicht zu verzagen sondern durchzuhalten und auch nicht den Anfeindungen zu erliegen, denen die Christen im überwiegend heidnischen Rom ausgesetzt waren.
Von der Kraft, die der Glaube an Jesus Christus Gottes Nachfolgern gibt, ahnte der sich den Genüssen des Adelsstandes hingebende Kaiser Julian allerdings nichts. Es musste ihm ein Rätsel bleiben, warum Christen, die in der Arena den Raubtieren vorgeworfen werden sollten, auf ihrem Gang dorthin Lieder zum Lobe Gottes sangen. Sie freuten sich darauf, bald in die Herrlichkeit Gottes einzugehen.