Das Versagen des Materialismus
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„Wenn wir den Menschen aufklären wollen, so müssen wir ihm immer die Wahrheit zeigen ... Er soll sich mit seiner gegenwärtigen Existenz beschäftigen, ohne seine Blicke darauf zu richten, was ihn nach seinem Tod erwartet.“
 
Paul Holbach (1723-1789), deutscher Philosoph der französischen Aufklärung
(System der Natur, (Ost-) Berlin 1960, S. 216. Zit. nach Egbert Hoehl, PAUL THIRY D´HOLBACH in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 138)
 
Wenn Holbach von der gegenwärtigen Existenz des Menschen spricht, meint er das Materielle, im Gegensatz zum geistlichen Aspekt des Lebens, den er auf das Leben nach dem Tod reduziert.
Der Mensch soll auf „die Wahrheit“, auf das Materielle, das Gegenwärtige ausgerichtet werden. Aber die Wahrheit ist nun mal, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Darauf weist der Sieg Jesu über den Tod hin; sein Grab ist leer, weil er auferstanden ist. Und wenn Jesus den Tod durch seine Auferstehung überwunden hat, dann kann er uns auch, wie er es versprochen hat, das ewige Leben schenken – Holbach bezeichnet es als das Leben nach dem Tod.
Der Materialismus spielt bei uns heutzutage zugegebenermaßen eine große Rolle. Aber weder er noch unsere vielgelobten sexuellen Freiheiten schenken den Menschen Befriedigung und inneren Frieden. Es bleibt eine unerklärliche Sehnsucht nach etwas, von dem wir nicht sagen können, was es eigentlich ist. Im Grunde sehnen wir uns nach Gott, der uns erschaffen hat und uns das ewige Leben schenken will.
Der Kommunismus war das mächtigste politische System, das die Forderungen Holbachs auf seine Fahnen geschrieben und versucht hatte, durch den Materialismus die Sehnsucht der Menschen nach Gott zu ersticken. Aber dieses System des Materialismus hat versagt und der Ruf nach der christlichen Botschaft ist heute in den ehemaligen Ländern der Sowjetunion so laut wie nie zuvor. Dies kommt daher, dass das Herz den Menschen sagt: Es gibt Gott und das ewige Leben.