Der soziale Motor
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„Wir müssen für das Physische des Menschen sorgen, es ihm angenehm machen, und bald werden wir sehen, daß seine Moral besser und glücklicher, seine Seele friedlich und heiter und sein Willen durch natürliche und faßliche Beweggründe, die man ihm zeigt, zur Tugend bestimmt wird.“
 
Paul Holbach (1723-1789), deutscher Philosoph der französischen Aufklärung
(System der Natur, (Ost-Berlin) 1960, S. 79. Zit. nach Egbert Hoehl, PAUL THIRY D´HOLBACH in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 137)
 
In Deutschland geht es uns heute materiell so gut wie nie zuvor. Wir befinden uns im Zenit einer Entwicklung, die in Holbach, würde er heute noch einmal leben, bestimmt Erstaunen hervorrufen würde.
Aber ins Zweifeln über seine These würde er wohl kommen, wenn er erführe, dass trotz materiellen (er sagt physischen) Wohlstands z.B. die Jugendkriminalität so hoch ist wie nie zuvor.
Warum hat Holbach mit seiner These – die etwa so lautet: ein voller Bauch führt zu einer gesunden Seele – nicht recht gehabt? Warum nimmt die Ellenbogenmentalität zu, obwohl es den Menschen materiell so gut geht wie nie zuvor? Ist der Bauch etwa doch nicht die Basis der menschlichen Seele?
Ich möchte an dieser Stelle festhalten, dass Jesus den genau entgegengesetzten Weg postuliert hat. Er sagt:

„Gebt nur Gott und seiner Sache den ersten Platz in eurem Leben, so wird er euch auch alles geben, was ihr nötig habt. Deshalb habt keine Angst vor der Zukunft!“ (Matthäus 6, 33-34a)

Jesus ist der Herr über alle Probleme und Entwicklungen in der Welt. Er hat die Welt geschaffen und ist als Architekt und Baumeister in der Lage, den Menschen den besten Weg zu weisen, wie sie ihre materiellen Probleme bewältigen können.
Wer an Jesus glaubt und ihm zutraut, das Beste für ihn tun zu wollen und zu können, der braucht weder Mittel der Kriminalität noch Übervorteilung, um aus der sozialen Not herauszukommen und der wird alle seine positiven Kräfte einsetzen, um letzteres zu erreichen, denn er vertraut Jesus.
Das bedeutet: Wenn Jesus für unsere Seele sorgt, dann ist auch die Befriedigung unserer materiellen (physischen) Bedürfnisse gesichert ... „so wird euch alles gegeben, was ihr nötig habt.“
Wer Jesus im Gebet erfährt, wer die Erfahrung macht, dass Gott im Großen und im Kleinen in sein Leben eingreift, der wird durch sein Vertrauen zu ihm durch alle Lebenssituationen hindurchgetragen.
Jesus könnte der soziale Motor der Menschheit sein, wenn wir ihn in uns wirken lassen.