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„Tschuldigung Jungs“
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Über den Kampf der Philosophie gegen den Glauben: „In der Theorie ist die heutige Religion ebenso aufs Haupt geschlagen, sie ist in der Idee getötet und lebt nur noch ein mechanisches Leben ...“
 
Heinrich Heine (1797-1856), dt. Dichter und Journalist
(Heinrich Heine, Werke und Briefe. 10 Bde., (Ost-) Berlin o. J., VII, S. 305f. Zit. nach Wolfgang Beutin, HEINRICH HEINE in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 213)
 
Darin waren sich die Kommunisten Marx und Engels mit Heine, einem ihrer ideologischen Vorläufer, einig: Es galt der Religion „aufs Haupt zu schlagen“. Dieses Ziel wurde in den sozialistischen Ländern auch konsequent in die Tat umgesetzt: Die Christen gehörten im Stalinismus zu den am härtesten verfolgten Volksgruppen.
Aber Heine irrte, wenn er das Christentum nur noch zu einem „mechanischen Glauben“ für fähig hielt. Unter der sozialistischen Herrschaft wuchs der lebendige Glaube in den verfolgten Gemeinden, sei es in den vom Staat registrierten oder den Gemeinden im Untergrund. Das Wort Jesu Christi „Ich bin das Licht der Welt“ bewahrheitete sich für die Christen Osteuropas in dieser Zeit der Unterdrückung.
Aber am Ende dieser Entwicklung waren die sozialistischen Staaten noch nicht einmal zu „mechanischem Leben“ fähig. Sie brachen zusammen und die kommunistischen Ideologen mussten den Offenbarungseid leisten. Unter dem Marxdenkmal in Chemnitz fand sich folgender satirischer Text: „Tschuldigung Jungs, ich hab mich halt geirrt.“