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„Denn ich glaube an den Fortschritt, ich glaube, die Menschheit ist zur Glückseligkeit bestimmt, und ich hege also eine größere Meinung von der Gottheit als jene frommen Leute, die da wähnen, er habe den Menschen nur zum Leiden erschaffen.“
 
Heinrich Heine (1797-1856), dt. Dichter und Journalist
(Heinrich Heine, Werke und Briefe. 10 Bde., (Ost-) Berlin o. J., V, S. 180f. Zit. nach Wolfgang Beutin, HEINRICH HEINE in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 213)
 
Heinrich Heine verbindet den Sieg des Fortschritts, also rein menschlicher Bestrebungen, mit dem Segen Gottes, welcher den Menschen seiner Meinung nach nicht zum Leiden erschaffen hat.
Mit letztgenannter Einsicht liegt Heine zweifellos richtig: Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde und hatte ihn damit zum Leben im Paradies, also in der Glückseligkeit Gottes bestimmt – wenn die Menschen sich nicht von Gott abgewandt (Sündenfall) und ihr Glück in der Verfolgung ihrer eigenen Ziele gesucht hätten.
Mit der Abkehr von Gott kam aber die Sünde und mit ihr das Leid in die Welt. Und seitdem versucht der Mensch in einem aussichtslosen Kampf das Leid mit Hilfe zwangsläufig mit Sünde behafteter Methoden, die sich aus dem Leben ohne Gott ergeben, zu bekämpfen. Wenn Heinrich Heine jetzt zu erkennen meint, Gott habe den Menschen nicht zum Leiden erschaffen, dann hat er nun die Chance, den gordischen Knoten zu lösen, indem er sich wieder Gott unterstellt und seine Ziele und die Mittel zu deren Verwirklichung an dem Willen Gottes ausrichtet. Wenn er dies tut, wenn er Gott anerkennt und sein Leben ihm unterstellt, so wie das die Menschen vor dem Sündenfall taten, wenn wir uns alle daran ein Beispiel nehmen, dann würden wir Menschen wirklich die Glückseligkeit erlangen.
Heinrich Heine hat dies gegen Ende seines Lebens auch tatsächlich getan: Er ist zum Glauben an Jesus Christus gekommen.