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Die Massen und der Glaube an Gott
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„Die Vernichtung des Glaubens an den Himmel hat nicht bloß eine moralische, sondern auch eine politische Wichtigkeit: die Massen tragen nicht mehr mit christlicher Geduld ihr irdisches Elend und lechzen nach Glückseligkeit auf Erden.“
 
Heinrich Heine (1797-1856), dt. Dichter und Journalist
(Heinrich Heine, Werke und Briefe. 10 Bde., (Ost-) Berlin o. J., VII, S. 307. Zit. nach Wolfgang Beutin, HEINRICH HEINE in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 212)
 
Heinrich Heine und die Sozialisten des 19. und 20. Jahrhunderts wollten ganz bewusst den christlichen Glauben vernichten. Sie schufen die sozialistischen Staaten und betrieben dort eine konsequente Unterdrückungspolitik gegenüber den Christen. Dies war aber auch schon das Eingeständnis der Unterlegenheit des Sozialismus gegenüber Gott. Denn die Machthaber konnten die Christen nicht überzeugen, sie fühlten sich ihrer Glaubenskraft gegenüber hilflos und mussten Gewalt anwenden.
Der „Glaube an den Himmel“ wurde nicht vernichtet, wie Heine es postuliert hatte, aber die sozialistischen Staaten und ihr Unterdrückungsapparat brachen zusammen. Heute geben sich in den Ländern Osteuropas und den asiatischen Ländern der ehemaligen Sowjetunion die christlichen Missionsgesellschaften die Klinke in die Hand, um das Bedürfnis der Menschen nach der Lehre Jesu Christi zu befriedigen.
Heinrich Heine ist übrigens gegen Ende seines Lebens selbst zum Glauben an Jesus Christus gekommen. Damals dichtete er:

„Zerschlagen ist die alte Leier
Am Felsen , welcher Christus heißt!
Die Leier, die zur bösen Feier
Bewegt ward von dem bösen Geist,
Die Leier, die zum Aufruhr klang,
Die Zweifel, Spott und Abfall sang.
O Herr, o Herr, ich knie nieder,
Vergib, vergib mir meine Lieder!“