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Jesus ist der Sieger
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„Auf der Welt-Bühne machen nur Kraft und List sich geltend; das Ethische tritt nur in den größten Umgestaltungs-Epochen hervor und wird gleich nach dem Sieg entstellt, wie z.B. das Christentum.“
 
Friedrich Hebbel (1813-1863), dt. Dramatiker des Realismus
(An Elise Lensing, in: Friedrich Hebbel, Werke, hrsg. v. G. Fricke, W. Keller und K. Pörnbacher, 5 Bde., München 1963, Bd. V, 5448. Zit. nach Klaus Ahlheim, FRIEDRICH HEBBEL in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 286)
 
Hebbel spricht von dem Christentum. Es handelt sich hierbei aber lediglich um den Kulturkreis, in den Menschen, die an Gott glauben, hineinwirken. Was in diesem Kulturkreis geschieht, muss mit dem Glauben selbst nicht identisch sein.
So war es auch, als der christliche Glaube im Rom der Spätantike anerkannt wurde: Jahrelang waren die Christen damals blutig verfolgt worden – von den Anhängern antiken Götterglaubens und der Staatsmacht.
Diese Staatsmänner begriffen, dass sie die Christen nicht durch Verfolgung zum Wechsel zu einer der antiken Religionen zwingen konnten, weil sie dem lebendigen Gott die Treue hielten. Sie hofften den Mut und die Treue dieser Menschen zur Absicherung ihrer Macht ausnutzen zu können, entschlossen sich, den christlichen Glauben selbst anzunehmen und die Christen durch die Beteiligung an der Staatsmacht zu korrumpieren. Dies geschah unter Kaiser Konstantin, und neben dem christlichen Glauben begann sich das Christentum zu entwickeln, das zunächst identisch war mit der katholischen Kirche.
Diese Entwicklung meint Hebbel, wenn er sagt, dass der christliche Glaube (wie es richtig heißen muss) nach seinem „Sieg“ entstellt wurde.
Aber weder hatte der christliche Glaube mit dieser Entwicklung gesiegt – die Siegestat vollbrachte Jesus Christus am Kreuz, als er für unsere Schuld starb und die Gläubigen der Macht des Teufels entriss – noch ist Jesus ideologischer Statthalter für irgendwelche politischen Mächte, wie dies „Christen“ unter den römischen Machthabern zu konstruieren versuchten.
Jesus siegt in uns, wenn wir zu dem Entschluss kommen, so wie bisher, auf eine sündige Art und Weise nicht mehr weiter zu leben sondern unsere Sünden zu bekennen und ihn um Vergebung zu bitten. Dann befreit er uns aus der Macht der Sünde und schenkt uns das ewige Leben.