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Menschlicher Stolz
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Christus und Christentum: „Wenn nur die ganze Lehre von Christo nicht so ein Scheinding wäre, das mich als Mensch, als eingeschränktes, bedürftiges Ding rasend macht, so wär’ mir auch das Objekt lieb [...]“
 
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter der Klassik
(An Herder, Mai 1775. Zit. nach Gerhard von Frankenberg, JOHANN WOLFGANG VON GOETHE in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 159)
 
Was ist es, das Goethe an der Lehre von Jesus Christus „rasend“ macht?
Der Dichterfürst hat den Liebesgeboten Jesu nie widersprochen. Für dessen Person empfand er auch Ehrfurcht. Aber der Gedanke einer Erlösung durch stellvertretendes Leiden gefiel ihm nicht.
An die Stelle der christlichen Lehre von Schuld und Gnade trat bei Goethe die Vorstellung der Selbsterlösung, des Vollkommenwerdens aus eigener Kraft.
Demgegenüber sagt die Bibel über die Heilsbotschaft Jesu Christi, dass jeder, der an sie glaubt, durch Gott von seiner Schuld befreit wird und das ewige Leben hat. Die Kernaussage lautet: Der Glaube an Jesus Christus befreit uns von unserer Schuld.
Das ist es, was Goethe so rasend macht, dass er seinen menschlichen Stolz hätte aufgeben und sich von Jesus Vergebung hätte schenken lassen müssen.
Die schwierigste Klippe, die uns hindert zum Glauben an Jesus Christus zu kommen, ist der menschliche Stolz.