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Der tägliche Kampf
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Unsterblichkeit: „Ein tüchtiger Mensch aber, der schon hier etwas Ordentliches zu sein gedenkt und der daher täglich zu streben, zu kämpfen und zu wirken hat, läßt die künftige Welt auf sich beruhen und ist tätig und nützlich in dieser.“
 
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter der Klassik
(Zu Eckermann, 25. Februar 1824. Zit. nach Gerhard von Frankenberg, JOHANN WOLFGANG VON GOETHE in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 158)
 
Wäre es nicht logisch, zielstrebig auf die künftige Welt hinzuarbeiten, wenn es das ewige Leben gibt?
Wenn es ein Leben nach dem Tod gibt, wollen wir es in Gottes Herrlichkeit oder in der Dunkelheit der Existenz ohne Gott verbringen?
Alles, was wir im täglichen Kampf mit Zielstrebigkeit und Tüchtigkeit an Irdischem aufgebaut haben, wird uns wie Sand zwischen den Fingern zerrinnen, wenn wir einmal sterben – das letzte Hemd hat keine Taschen. Dann zählt nur noch, was wir für Gott sind. Wer an Jesus glaubt, hat das ewige Leben.
Jesus macht es uns an dem Gleichnis vom „armen Reichen“ deutlich, dem reichen Bauern, der sich in seinem Leben zielstrebig irdischen Reichtum in Form von vollen Vorratshäusern erarbeitet hatte. Jesus erzählt:

 „»Dann will ich mich zur Ruhe setzen. Ich habe für lange Zeit ausgesorgt. Jetzt lasse ich es mir gut gehen. Ich will gut essen und trinken und mein Leben genießen!« Aber Gott sagte zu ihm: »Du Narr! Noch in dieser Nacht wirst du sterben. Was bleibt dir dann von deinem Reichtum?« So wird es allen gehen, die auf der Erde Reichtümer sammeln, aber mit leeren Händen vor Gott stehen.“ (Lukas 12, 19-21)

Dieses Gegeneinander (übrigens unter Umständen auch Miteinander) von irdischem Reichtum und ewigem Glück sollten wir in unserem täglichen Lebenskampf nicht vergessen.