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Die einfachste Sache der Welt
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„Die Geschichte des guten Jesus hab ich nun so satt, daß ich sie von keinem als allenfalls von ihm selbst hören möchte [...]“
 
Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), deutscher Dichter der Klassik
(An Charlotte von Stein, 6. April 1782. Zit. nach Gerhard von Frankenberg, JOHANN WOLFGANG VON GOETHE in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 159)
 
Die Geschichte von Jesus ist, dass Gott selbst zu den Menschen kommt, dass er ihnen persönlich seine Lehre mitteilt und schließlich am Kreuz zur Sühnung ihrer Schuld stirbt. Dies zeigt, dass Gott ein Wesen ist, mit dem man eine persönliche Beziehung anknüpfen kann.
Was Goethe an dieser Geschichte von Jesus missfällt ist eben, dass er die Vorstellung von einem persönlichen Gott ablehnt.
Goethe war Pantheist. Es handelt sich dabei um eine philosophische Lehre, nach der Gott und die Welt, die Natur eins seien und dass Gott überall in der Natur sei. Dem gegenüber steht der Theismus, die Lehre von dem überweltlichen, persönlichen Gott, der die Welt erschaffen hat und sie noch lenkt.
Die Geschichte von Jesus, wie sie vor 2000 Jahren in Israel geschah, war das Erleben eines „Gottes zum Anfassen“. Auch wir können heute eine persönliche Beziehung zu Jesus, der jetzt bei seinem Vater im Himmel ist, aufbauen, indem wir zu ihm beten.
Sie finden dies lächerlich? Zumindest die Geschichte von Goethe ist nicht zum Lachen. Er setzte an die Stelle seines Glaubens philosophische Vorstellungen und versäumte es, Jesus die Hand zu reichen und an ihn als seinen persönlichen Gott zu glauben.
Dabei ist es so einfach – zu Jesus zu beten.