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Hinweise auf Gott
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„Sie glauben, daß Gott sich um Sie kümmert? Er schert sich weder um Sie noch um mich. Mein Gebet lautet: Gott, wenn du existierst, sei meiner Seele gnädig, falls ich eine habe.“
 
Friedrich der Große (1712-1786), König von Preußen
(Zu seinem Vorleser de Catt, 24. September, 1758. Zit. nach Gerhard von Frankenberg, FRIEDRICH DER GROSSE in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 144)
 
Friedrich der Große scheint hin- und hergerissen zu sein. Zwar glaubt er nicht, dass Gott sich um ihn kümmert, aber zur Sicherheit bittet er ihn doch, seiner Seele gnädig zu sein.
Wenn man sich seiner Sache nicht sicher ist, sollte man doch auf Gott zugehen und ihn bitten, sich in seinem Leben als Existent zu erweisen. Wenn wir ihn ernst nehmen, wird er sicher darauf eingehen und in unser Leben eingreifen. Dadurch erhalten wir die Gewissheit, dass es ihn gibt.
Nachdenken sollte man auf jeden Fall darüber, dass es kein Volk auf der Erde gibt, in dem sich nicht ein Glaube an etwas Übernatürliches entwickelt hätte. Dies zeigt, dass es in den Menschen eine kollektive Erinnerung daran gibt, dass Gott existiert und dass er in das Leben der Menschen eingegriffen hat, sei es durch die Schöpfung oder z.B. die Sintflut, über die es in vielen Völkern Erzählungen gibt. In ihren Religionen versuchen die Menschen, sich diesem Gott wieder zu nähern und seine Gegenwart zu erleben.
Weiterhin ist es das Gewissen, das den Menschen zeigt, dass es einen Gott gibt. Die Bibel schreibt dazu:

„Freilich gibt es Menschen, die Gottes Gebote gar nicht kennen und doch danach
leben, weil ihr Gewissen ihnen das vorschreibt. Durch ihr Handeln beweisen sie, dass Gott ihnen seinen Willen in ihre Herzen geschrieben hat, denn ihr Gewissen und ihre Gedanken klagen sie entweder an oder sprechen sie frei.“ (Römer 2, 14-15)

Es ist also kein Wunder, dass Friedrich der Große in seinem Ausspruch eine solche Verunsicherung zeigt. Etwas in seinem Inneren sagt ihm, dass es Gott gibt. Hören wir auf diese innere Stimme, treten wir in Verbindung mit Gott, z.B. durch das Gebet. Wenn wir seinem Wort vertrauen und an ihn glauben, schenkt er uns das ewige Leben.