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Der Knall, der die Schöpfung war
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„Die Annahme einer Schöpfung aus dem Nichts ist widerspruchsvoll und folglich ungereimt. Es bleibt keine andere Möglichkeit als die, die Welt als ewig zu betrachten ...“
 
Friedrich der Große (1712-1786), König von Preußen
(An d’Alembert, 18. Oktober 1770. Zit. nach Gerhard von Frankenberg, FRIEDRICH DER GROSSE in Karlheinz Deschner (Hg), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 145)
 
Alles, was wir in der Natur beobachten, ist im Werden begriffen, hat einen Anfang und ein Ende, beginnt zu einem bestimmten Zeitpunkt und strebt einem unwiderruflichen Ende zu. Warum sollte ausgerechnet die Natur als Ganzes nicht einen Anfang und ein Ende haben? Da die Natur in allen ihren Bestandteilen vergänglich ist ,wäre es ein Widerspruch in sich, wenn sie als Ganzes ewig wäre. Aus der Erkenntnis der Bestandteile der Natur in Bezug auf ihre Vergänglichkeit folgt die logische Schlussfolgerung, dass sie in ihrer Ganzheit gesehen ebenfalls einen Anfang und ein Ende hat.
Die betreffende Naturwissenschaft, die Kosmologie, schlägt mit der Urknalltheorie eine Brücke von der Naturerkenntnis zu den Aussagen der Bibel über die Schöpfung: Nach allgemein anerkannter Theorie befand sich die gesamte Materie des Weltalls vor dem sogenannten Urknall zusammengepresst in einer Singularität, einem Punkt ohne Ausdehnung in Raum und Zeit. Und wenn etwas keine körperliche Ausdehnung aufweist, stellt es ein Nichts dar. Es bleibt also nur eine Erklärungsmöglichkeit für die Entstehung der Welt: Gott schuf sie aus dem Nichts.
Aber von der Urknalltheorie konnte Friedrich der Große natürlich noch nichts wissen; das müssen wir ihm zugute halten.