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Liebe verändert Menschen
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„Eine Gesellschaft könnte nicht ohne Gesetze bestehen, wohl aber ohne Religion, vorausgesetzt, daß eine Macht vorhanden wäre, welche die Menge zum Gehorsam gegen die Gesetze durch Leibesstrafen zwingt.“
 
Friedrich der Große (1712-1786), König von Preußen
(An Voltaire, Dezember 1766. Zit. nach Gerhard von Frankenberg, FRIEDRICH DER GROSSE in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 151)
 
Meine These lautet: Eine Gesellschaft könnte auch ohne Gewaltmittel bestehen, aber nicht ohne den Glauben an Gott.
Friedrich der Große hatte diesen Glauben nicht – für ihn rechtfertigte sich dieser nur als Mittel zur Durchsetzung der Staatsräson. Das Ergebnis war, dass er mit (staatlicher) Gewalt das „Staatswohl“ durchsetzen musste. An die Stelle des Glaubens an und das Vertrauen auf Gott tritt die menschliche Gewalt.
Jesus verändert die Menschen nicht durch „Leibesstrafen“ sondern durch die Liebe. Und gerade Jesus hat seine Nachfolger aufgerufen, nicht über andere zu herrschen und keine Gewalt auszuüben. Er sagt folgendes:

„Die Könige herrschen über die Völker wie Tyrannen, und die Machthaber unterdrücken, wen sie können. Aber gerade so darf es bei euch nicht sein. Wer groß sein will, der soll den anderen dienen, und wer der erste sein will, der soll sich allen unterordnen.“ (Matthäus 20, 25-27)

Aber wer glaubt schon daran, dass ein Staat ohne Mittel der Gewalt, nur gegründet auf den Glauben an Gott, zu führen ist?
Versuchen wir einmal dieses Gebot Jesu im privaten Bereich umzusetzen: „Wer groß sein will, der soll den anderen dienen ...“ Mit Gottes Hilfe ist dies möglich. Mit Gottes Hilfe wäre der Verzicht auf staatliche Machtmittel ebenfalls möglich. Wer da als Christ anderer Meinung ist, der sollte kein Regierungsamt ausüben.
Wenn Jesus einmal eine neue Erde geschaffen hat, wird die dortige menschliche Gesellschaft ohne Gewalt, nur auf die Liebe Gottes gegründet sein.