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Gott persönlich
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„... halte ich mich an die Ansicht, daß die Welt ewig ist wie Gott, und daß Gott ihr Geist ist oder, wenn Sie wollen, ihre ordnende und treibende Kraft.“
 
Friedrich der Große (1712-1786), König von Preußen
(Zu dem französischen Gelehrten Thiébault. Zit. nach Gerhard von Frankenberg, FRIEDRICH DER GROSSE in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 145)
 
Friedrich der Große vertritt hier eine theistische Ansicht, bei der Gott nicht nur als Schöpfer angenommen wird sondern auch derjenige ist, der in das kosmische Geschehen erhaltend und ordnend eingreift. Für ihn bedeutet das gegenüber anderen Äußerungen schon einen beachtlichen Fortschritt. Aber warum zieht er aus der Einsicht, dass Gott nicht nur der Schöpfer sondern auch der Ordnende ist, nicht die Konsequenz, dass er auch für das menschliche Leben entscheidend ist?
Gott hat nicht nur die Materie im Kosmos erschaffen sondern auch die Lebewesen. Und weiter: Er schuf den Menschen nicht nur „ihm zum Bilde“, wie es in der Bibel heißt, sondern er bietet ihm auch eine persönliche Beziehung zu sich , dem Gott, an.
Diese persönliche Beziehung zu dem lebendigen Wesen Gott, die Glaubensbeziehung, ist es, die dem Menschen ganz neue Lebensmöglichkeiten, sogar über das irdische Leben hinaus, bietet.
Sie können eine persönliche Beziehung zu Gott, dem Schöpfer des Alls, aufbauen – gibt es eine phantastischere Lebensperspektive als diese?