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Gott trifft ins Schwarze
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„Der Wunsch ist der Ursprung, ist das Wesen selbst der Religion – das Wesen der Götter nichts anderes, als das Wesen des Wunsches.“
 
Ludwig Feuerbach (1804-1872), dt. materialistischer Philosoph
(Ludwig Feuerbachs sämtliche Werke. Neu hrsg. v. Wilhelm Bolin und Friedrich Jodl, Stuttgart 1903/1911, Bd. VII, S: 465. Zit. nach Wolfgang Beutin, LUDWIG FEUERBACH in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 240)
 
Wenn sich das Wesen Gottes lediglich aus unseren Wunschvorstellungen ergeben würde, könnte er nicht in die realen Entwicklungen des Lebens eingreifen. Gott hat z.B. das Volk Israel ins Leben gerufen und in das gelobte Land geführt, wo es heute noch (oder wieder) lebt.
Gott hat weiterhin zukünftige Ereignisse vorausgesagt, die auch tatsächlich eingetroffen sind. Die Bestätigung der Prophezeiungen im Alten Testament beweisen, dass Gott real ist. Wer anders als Gott kann Zukünftiges voraussagen? Er steht über den Grenzen von Zeit und Raum.
So hat z.B. der Prophet Jesaja in Gottes Auftrag und Vollmacht die Rückkehr des Volkes Israel aus der babylonischen Gefangenschaft vorausgesagt, bevor Israel überhaupt verschleppt worden war. Er war sogar in der Lage, den Namen des Herrschers zu nennen, der dem Volk später die Heimkehr ermöglichte, nämlich Kyrus (s. Jesaja 44, 28).
Zu dem Wesen Gottes gehört also, dass er allwissend ist. Während Feuerbach spekulative Aussagen über Gott macht sind wir in der Lage, die Existenz Gottes durch die Prophezeiungen, die er in der Bibel gemacht hat, zu überprüfen.
Gott ist kein Wunschbild, er ist ein lebendiges Wesen, denn er spricht Prophezeiungen aus, die auch eintreffen; er nimmt am Leben aktiv teil.