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„Der Glaube oder die Vorstellung, dass ein Gott Urheber, Erhalter und Regent der Welt sei ... beruht auf der Unkenntnis von der Natur; sie stammt daher aus der Kinderzeit der Menschheit [...]“
 
Ludwig Feuerbach (1804-1872), dt. materialistischer Philosoph
(Ludwig Feuerbachs sämtliche Werke. Neu hrsg. v. Wilhelm Bolin und Friedrich Jodl, Stuttgar 1903/1911, Bd. VIII, S. 175. Zit. nach Wolfgang Beutin, LUDWIG FEUERBACH in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 241)
 
Es stellt lediglich einen Kunstgriff dar, wenn Feuerbach die Antike als die „Kindheit der Menschheit“ erklärt, um Menschen der damaligen Zeit, deren Glaubenseinstellung ihm nicht gefällt, unglaubwürdig zu machen.
Tatsache ist, dass zu dieser Zeit Jesus Christus, Gottes Sohn, zu den Menschen kam und die Gegend des heutigen Palästina bereiste. An seinen Wundern (Krankenheilungen, Totenauferweckungen usw.) konnten die Menschen sehen, dass Jesus die Naturgesetze außer Kraft setzen konnte. Das kann nur jemand tun, der diese Gesetze erschaffen hat – also Gott.
Aber an Jesus schieden sich auch damals die Geister. Viele Menschen, z.B. die Pharisäer, die geistige Elite des Landes, wollten nicht an ihn glauben, weil er für sie ein Konkurrent in Sachen religiöser und politischer Geschäfte war. Sie glaubten nicht, dass er der Sohn Gottes sei, weil er ihnen nicht ´in den Kram passte` und nicht etwa, weil sie seine Wunder für Täuschung hielten.
Gehen wir nun etwa 2000 Jahre weiter also in eine Zeit, die man nach Feuerbachs Maßstab wirklich nicht mehr als die „Kindheit der Menschheit“ bezeichnen kann. Wen finden wir hier alles unter den Menschen, die an Jesus glauben?
Z.B. Isaac Newton, einer der Begründer der modernen Naturwissenschaft; Blaise Pascal, einer der berühmtesten Mathematiker; Michael Faraday, Max Planck (er begründete die Quantentheorie) usw.
Der Begründer der organischen Chemie Justus v. Liebig sagte: „Wahrlich, die Größe und menschliche Weisheit des Weltenschöpfers erkennt nur der, welcher in dem unendlichen Buche, welches die Natur ist, seine Gedanken zu verstehen sich bemüht, und alles, was sonst die Menschen von ihm wissen und sagen, erscheint wie leeres, eitles Gerede dagegen.“
Der Versuch Feuerbachs, den Glauben an Jesus Christus als Kinderglauben hinzustellen, ist also misslungen.