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Zum biblischen Schöpfungsbericht: „ [...] Begriff der Erschaffung, der nichts ist als ein Verbot, die Dinge sich auf natürlichem Wege entstanden zu denken, ein Interdict [Verbot] aller Physik und Naturphilosophie.“
 
Ludwig Feuerbach (1804-1872), dt. materialistischer Philosoph
(Ludwig Feuerbachs sämtliche Werke. Neu hrsg. v. Wilhelm Bolin und Friedrich Jodl, Stuttgart 1903/1911, Bd. VI, S. 264. Zit. nach Wolfgang Beutin, LUDWIG FEUERBACH in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 242)
 
Warum regt sich Feuerbach so auf und spricht von einem Verbot der Naturphilosophie?
Die Evolutionstheorie, die einzige formulierte Alternative zum biblischen Schöpfungsbericht, ist bis heute, über 100 Jahre nach Feuerbach, noch nicht bewiesen.
Dies gilt auch für einen anderen Zweig der Wissenschaft, die Kosmologie. Lassen wir einen Experten auf diesem Gebiet zu Wort kommen. Der Kieler Astrophysiker V. Weidemann stellt fest: „Der Kosmologie liegen mehr philosophische Annahmen zugrunde als allen anderen Zweigen der Naturwissenschaft. Wenn wir andererseits gezwungen sind, die Grenzen dessen zurückzunehmen, was Wissenschaft genannt werden kann, und nicht hoffen können, fundamentale Fragen der Kosmologie wissenschaftlich zu beantworten, dann müssen wir zugeben, dass das Universum von Grund auf unverstehbar ist.“
Da die Naturphilosophie und die Physik zur Entstehung der Welt und der Lebewesen keine stichhaltigen Aussagen liefern können, sind wir immer noch auf den biblischen Schöpfungsbericht angewiesen.
Es ist leichter einzusehen, dass ein Lebewesen wie der Mensch, das einen ungeheuer komplizierten Bauplan aufweist, von einem höheren Wesen erschaffen worden ist, als dass es sich im Verlauf eines bestimmten Zeitraumes „von selbst“ entwickelt hat.
Weder die Naturphilosophie noch die Naturwissenschaften können erklären, was Leben überhaupt ist. Aber sie geben vor nachvollziehen zu können, wie sich das Leben durch chemische Evolution aus unbelebter Materie herausentwickelt hat. Dies stellt eine Überforderung der genannten wissenschaftlichen Disziplinen dar.