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Vater im Himmel
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„Die Religion ist [...] das kindliche Wesen des Menschen. Oder: in der Religion ist der Mensch ein Kind.“
 
Ludwig Feuerbach (1804-1872), dt. materialistischer Philosoph
(Ludwig Feuerbachs sämtliche Werke. Neu hrsg. v. Wilhelm Bolin und Friedrich Jodl, Stuttgart 1903/1911, Bd. VIII, S. 261. Zit. nach Wolfgang Beutin, LUDWIG FEUERBACH in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 241)
 
In der Tat können wir Gläubigen uns Gott gegenüber wie sein Kind fühlen, denn die Bibel lehrt uns, dass Gott zu seinen Nachfolgern wie ein Vater ist und Jesus sagt, dass wir wie ein Kind voll Vertrauen zu Gott kommen dürfen.
Für Feuerbach ist der Glaube an Gott deshalb eine Torheit. Aber seinem theoretischen Konstrukt, seiner Ansicht über Gott, setzen wir als Christen unsere Glaubenserfahrung gegenüber: Gott behandelt uns nicht wie ein unmündiges Kind, sondern sein Handeln uns gegenüber rechtfertigt es, dass wir ihm vertrauen können wie ein Kind.
Dabei fordert die Bibel keineswegs, dass wir als Gläubige ein kindliches Wesen annehmen sollen. Im Gegenteil, Jesus sagt:

„Liebe Gott, den Herrn, von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand!“ (Matthäus 22, 37)

Das bedeutet, dass wir in Bezug auf den Glauben und die Bibel jederzeit unser Denkvermögen einsetzen sollen, schließlich war es ja Gott selbst, der uns Menschen durch die Schöpfung unseren kritikfähigen Verstand geschenkt hat.
Aber ist es nicht wunderbar, dass wir dem allmächtigen Gott, dem Schöpfer des Lebens und des Universums, unser Leben in die Hand geben und wie unserem Vater vertrauen können?