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Typisch Jesus
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„ ... in der Bibel ist Jesus kein Gegenstand der schlichten, historischen Erzählung, sondern der Religion ... d.h. ein in ein Wesen der Einbildung, der Phantasie umgesetztes und umgewandeltes Wesen.“
 
Ludwig Feuerbach (1804-1872), dt. materialistischer Philosoph
(Ludwig Feuerbachs sämtliche Werke. Neu hrsg. v. Wilhelm Bolin und Friedrich Jodl, Stuttgart 1903/1911, Bd. VIII, S. 238. Zit. nach Wolfgang Beutin, LUDWIG FEUERBACH in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 244f)
 
Wenn die Reden und Taten Jesu im Nachhinein von seinen Anhängern erfunden worden wären, dann müsste doch eine tiefe Kluft zwischen dem Wissen Letzterer über das Leben Jesu und den tatsächlichen Begebenheiten zu erkennen sein.
Die Nachfolger Jesu hätten Situationen rund um die Aussprüche Jesu erfinden und ihm Worte in den Mund legen müssen, die nicht überprüft werden konnten und die er vielleicht nicht gesagt hat. Dies hätte zu Widersprüchen zwischen den tatsächlichen Schilderungen über Jesus, die noch bekannt waren und den „erfundenen“ Handlungen und Aussprüchen führen müssen. Solche Widersprüche sind in den Evangelien nicht zu erkennen.
Interessant ist, dass die spezifische Lehrform der Evangelien, die Gleichnisse, in den übrigen Schriften des Neuen Testaments nicht auftauchen. Wenn diese didaktischen Meisterstücke tatsächlich die Erfindung „religiöser Menschen“ wären, würden sie in den anderen, zwangsläufig auch erfundenen Schriften des Neuen Testaments ebenfalls zu finden sein.
Dies ist aber nicht der Fall. Daraus kann man den Schluss ziehen, dass die Gleichnisse und anderen Bestandteile der Evangelien, die Worte und Handlungen Jesu, nicht erfunden wurden sondern der geschichtlichen Realität entsprechen.