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Liebe statt Hass
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„Der Satz: » liebet eure Feinde « bezieht sich nur auf persönliche Feinde, aber nicht auf die öffentlichen Feinde, die Feinde Gottes, die Feinde des Glaubens, die Ungläubigen.“
 
Ludwig Feuerbach (1804-1872), dt. materialistischer Philosoph
(Ludwig Feuerbachs sämtliche Werke. Neu hrsg. v. Wilhelm Bolin und Friedrich Jodl, Stuttgart 1903/1911, Bd. VI, S. 305. Zit. nach Wolfgang Beutin, LUDWIG FEUERBACH in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 245)
 
Dieses Gebot der Feindesliebe gilt ausdrücklich für alle, für Feinde jeder Art:

„Liebt eure Feinde und betet für alle, die euch hassen und verfolgen! (Matthäus 5, 44)

Für die Unterscheidung, die Feuerbach trifft, gibt es im Wort Christi keinen Beleg. Er bleibt den Beweis schuldig. Jesus ist die gesamte Zeit seiner Wirksamkeit von seinen religiösen Feinden (Glaubensfeinden), den Pharisäern und Schriftgelehrten, angegriffen worden und er hat sie nie von seiner Feindesliebe ausgenommen.
Zu der Nächstenliebe gegenüber dem „öffentlichen Feind“ gehört, dass Jesus die Machtpolitik der weltlichen Herrscher verurteilt. Bezogen auf diese „Könige“ und „Tyrannen“ sagt Jesus:

 „Wer groß sein will, der soll den anderen dienen …“
(Matthäus 20, 26).

Für die Menschen, die Feuerbach in die Kategorie „öffentliche Feinde“ einstuft, gilt also, dass man sie nicht unterdrücken sondern ihnen dienen soll. Dies kann man natürlich nur, wenn man sie liebt anstelle sie zu hassen.
Obwohl er schuldlos war ist Jesus von seinen öffentlichen Feinden (den Pharisäern, dem Hohen Rat und den Römern) gefangengenommen und hingerichtet worden. Er verurteilte sie nicht sondern sagte: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lukas 23, 34)
Das Gebot „liebet eure Feinde“ bezieht sich also auf alle Menschen, ohne Ausnahme.