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Die Tatsache der Auferstehung
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„Der Mensch glaubt nicht an die Unsterblichkeit, weil er an Gott glaubt, sondern er glaubt an Gott, weil er an die Unsterblichkeit glaubt, weil er ohne den Gottesglauben den Unsterblichkeitsglauben nicht begründen kann.“
 
Ludwig Feuerbach (1804-1872), dt. materialistischer Philosoph
(Ludwig Feuerbachs sämtliche Werke. Neu hrsg. v. Wilhelm Bolin und Friedrich Jodl, Stuttgart 1903/1911, Bd. VIII, S. 336f. Zit. nach Wolfgang Beutin, LUDWIG FEUERBACH in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, 240)
 
Der Mensch glaubt nicht unbedingt an die Unsterblichkeit aber er sehnt sich nach ihr. Wie diese Sehnsucht in einen Glauben übergehen soll, hat Feuerbach nicht erklärt.
Wir Christen glauben an die Unsterblichkeit, weil Jesus Christus eine historische Tat vollbracht hat und von den Toten auferstanden ist. Weil er dies getan hat, hat er a) bewiesen, dass er Gott ist und b), dass er uns das ewige Leben schenken kann, denn er hat ja den Tod besiegt.
Wieso sollte ein Mensch die Unsterblichkeit postulieren und daraufhin einen Gott konstruieren und von diesem seine Unsterblichkeit abhängig machen?
Der Mensch, der angeblich Gott erfunden hat, kann durch keine Glaubensgewissheit und Hoffnung auf Unsterblichkeit etwas erhalten, das er selbst erfindet. Glaubensgewissheit und Hoffnung auf Unsterblichkeit erhält man erst, wenn man Gott erfährt. Gott muss existent sein, bevor der Mensch von dessen Taten sprechen kann. Das Volk der Juden verehrt Gott z.B., weil er es aus der ägyptischen Gefangenschaft herausgeführt hat. Dies ist ein geschichtliches Ereignis und die Existenz des Volkes der Juden ist ein Beweis dafür, dass es Gott gibt.
Die Jünger Jesu haben erfahren, dass Jesus Christus hingerichtet wurde und am dritten Tag von den Toten auferstanden ist. Und durch diese Erfahrung ist ihnen auch bewusst geworden, dass dieser auferstandene Jesus uns das ewige Leben schenken kann.
Wenn Jesus ein normaler Mensch und nicht Gott wäre, hätte er es dann gewagt, vor seiner Hinrichtung seine Auferstehung zu prophezeien (Matthäus 16, 21)? Er hätte sich und seine Lehre mit hundertprozentiger Sicherheit unmöglich gemacht. Aber er hat dies mit großer Selbstsicherheit getan, weil er Gott ist und weil er tatsächlich wusste, dass er von den Toten auferstehen wird.
Somit ist diese Tat Jesu Christi keine Erfindung des Menschen. Jesus hat vorausgesagt und getan, was nur Gott kann. Weil er von den Toten auferstanden ist, wird er uns, die wir an ihn glauben, das ewige Leben schenken.