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Glaube und Widerstand
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Warum siegte der christliche Glaube? „Es gilt eben die Frage zu lösen, wie es kam, daß die Volksmassen des römischen Reiches diesen noch dazu von Sklaven und Unterdrückten gepredigten Unsinn allen andern Religionen vorzogen [...]“
 
Friedrich Engels (1820-1895), deutscher Sozialist und Schriftsteller
(Bruno Bauer und das Urchristentum, Karl Marx, Friedrich Engels, Werke, Berlin 1956ff, Bd. 19, S. 297ff. Zit. nach Walther Müller-Jentsch, FRIEDRICH ENGELS in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 317)
 
Genau so muss es den sozialistischen Praktikern, die auf die Theoretiker Marx und Engels folgten, ein Rätsel gewesen sein, warum die Christen in ihren Regimes trotz härtester Unterdrückung nicht vom Glauben abzubringen waren.
Hätte Engels doch die logische Schlussfolgerung gezogen, dass ein Glaube kein Unsinn sein kann, der sich im Altertum unaufhaltbar über das gesamte Römische Reich verbreitete und auch Rom eroberte.
Die Vertreter der heidnischen Religionen hatten damals Angst, dass ihre Anhänger zum Christentum überlaufen würden, und die Machthaber Roms befürchteten, dass dadurch ihre Herrschaft gefährdet sei.
Also wurde zunächst versucht, den christlichen Glauben mit heidnischen Religionen zu vermischen und so zu schwächen. Dieser Versuch misslang. Die Christen ließen sich auf keine Verwässerung ihrer Lehre ein. Deshalb versuchten die Herrschenden, die Christen durch physische Verfolgung und Folter von ihrem Glauben abzubringen.
Kaiser Nero ließ Christen in seinen Gärten nachts an Pfählen als Fackeln brennen. Man sagt, dass er irgendwann befahl damit aufzuhören, weil er ihr Singen nicht mehr ertragen konnte. Die Christen sangen Loblieder zu Gott, während sie als Fackeln brannten.
Auch Verfolgung und Folter konnten die Christen in Rom von ihrem Glauben nicht abbringen. Sie waren erfüllt von dem Geist Gottes, der ihnen half zu widerstehen. Sie wussten, dass Jesus den Tod besiegt und dass er ihnen das ewige Leben geschenkt hatte.
Aus diesem Grund erkannten die von Engels genannten römischen Volksmassen, dass hinter den Christen der einzige Gott stand und dass ihre Lehre die richtige war.
Hätte Engels diese einzig mögliche Schlussfolgerung aus dem Sieg des christlichen Glaubens gezogen, er hätte seine theoretischen Schriften in den Papierkorb geworfen und der Menschheit wäre die sozialistische Schreckensherrschaft erspart geblieben.