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Wunder mit Ewigkeitswert
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„Warum sind die Wunder Jesu Christi wahr und die Wunder des Äskulap, des Apollonius von Tyana und des Mohammed unwahr?“
 
Denis Diderot (1713-1784), französischer Schriftsteller der Aufklärung
(Anhang zu den philosophischen Gedanken, XXIV. Zit. nach Wilhelm Halbfaß, DENIS DIDEROT in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 104)
 
Zu Mohammed: Im Koran gibt es mit Ausnahme einiger umstrittener Stellen keine Wunderberichte. Die gibt es nur in der islamischen Überlieferung, in den sogenannten Hadithen, die aber erst hunderte Jahre nach Mohammeds Leben geschrieben wurden und deshalb sehr wahrscheinlich auf Legendenbildung zurückzuführen sind.
Demgegenüber entstammen die Berichte über Jesu Erscheinen nach dem Wunder seiner Auferstehung von den Toten (s. 1. Korinther 15) ganz frischen Angaben aus den ersten fünf Jahren nach dem Ereignis, weshalb eine Legendenbildung sehr unwahrscheinlich ist.
Die meisten Wunder Jesu wurden vor dem Volk vollbracht, so dass jeder sie prüfen und untersuchen konnte. Das kann man von einigen Wundern aus der griechischen Antike nicht behaupten.
Natürlich gab es schon immer Wunder, die aus der Macht des Teufels vollbracht wurden. Die betreffenden Menschen hätten ihre Seele dadurch allerdings dem Teufel ausgeliefert. Wer im Namen des Teufels Wunder vollbringt, beweist damit auch die Existenz Gottes. Denn der Teufel ist nichts anderes als der Gegenspieler des Höchsten.
Der wichtigste Unterschied der Wunder Jesu zu den von Menschen gewirkten ist aber der, dass seine Wunder nicht einem Selbstzweck dienen sondern auf seine göttliche erlösende Kraft hinweisen: Nur Jesus kann die Menschen von ihrer Schuld erlösen und ihnen das ewige Leben schenken.
Das größte Wunder ist, dass Gott selbst auf die Erde gekommen ist um am Kreuz an Stelle der Menschen ihre Schuld zu büßen. Die Taten Jesu haben Ewigkeitswert für uns Menschen.