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Geschenke des Himmels
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„Wenn die Vernunft ein Geschenk des Himmels ist und wenn man vom Glauben das gleiche sagen kann, so hat uns der Himmel zwei unvereinbare, einander widersprechende Geschenke gemacht.“
 
Denis Diderot (1713-1784), französischer Schriftsteller der Aufklärung
(Anhang zu den philosophischen Gedanken, V. Zit. nach Wilhelm Halbfaß, DENIS DIDEROT in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 103f)
 
Jesus sagt:

„Liebe Gott, den Herrn, von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand!“ (Matthäus 22, 37)

Diese Aufforderung aus dem Neuen Testament der Bibel zeigt uns, dass wir bei allem, was den Glauben betrifft unser Denkvermögen gebrauchen sollen. Gott hat uns ja schließlich so geschaffen, dass wir Wissen erlangen und Wahrheit erkennen können. Ich bin der Meinung, dass unser Herz (mit diesem Ausdruck beschreibt die Bibel die ganze Persönlichkeit des Menschen) nur Dinge annehmen kann, die auch unser Verstand akzeptiert. Deshalb heißt es in der Bibel „liebe Gott mit deinem ganzen Verstand“ und Jesus sagt im Johannes-Evangelium: „ ... die Wahrheit wird euch frei machen.“ Der Apostel Paulus sagt, dass die Nachfolger Gottes im Denken vollkommen sein sollen. Diese Aufforderungen der Bibel zeigen ganz klar, dass Glaube und Vernunft beide Geschenke des Himmels und miteinander vereinbar sind.