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Jesus tat es
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„Sie haben auch ein solches Gebot, welches fordert, daß man den Angreifer nicht abwehren solle; und wenn dieser, sagt es, (dich) auf den einen Backen schlägt, so halte du auch den andern hin ... Platon billigte also diese Ansicht, sie war aber auch noch früher von göttlichen Männern vertreten worden."
 
 Celsus, Philosoph des antiken Rom
(P. Koetschau, Des Origenes acht Bücher gegen Celsus, VIII, München 1926/1927, S. 58. Zit. nach Klaus Ahlheim, CELSUS in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 23)
 
„Ich sage euch aber: Wehrt euch nicht, wenn euch Böses geschieht! Wenn man dir eine Ohrfeige gibt, dann halte die andere Wange auch noch hin!“ (Matthäus 5, 39)

Wer von uns bringt es fertig, sich so zu erniedrigen, dass er nach einem Schlag auf die eine Backe auch noch die andere hinhält?
Jesus hat es, im übertragenen Sinn, tatsächlich getan; um die Menschen von ihrer Schuld zu befreien. Er wehrte sich nicht, als sie ihn gefangen nahmen, ihn verhöhnten uns schlugen, als sie ihn kreuzigten. „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lukas 23, 34). Er starb für unsere Schuld am Kreuz und wehrte sich nicht.
Das ist der Unterschied zwischen Jesus Christus und den angeblich „göttlichen Männern“, die der römische Philosoph Celsus anführt. Jesus ist das Original, denn er tat es - zu unserem Vorteil und seiner Schmach.
Könnte es unseren Gegner vielleicht zum Nachdenken bringen, wenn er uns verbal angreift – das kann noch mehr schmerzen, als eine Ohrfeige – und wir wehren uns nicht? Wir setzen seiner Rhetorik unsere eigene Rhetorik nicht entgegen und wir setzen seinem Biss keine hässlichen Gegenworte entgegen. Wenn wir Jesus bitten, es aushalten zu können, werden wir es auch aushalten.
Wenn wir es so tun, machen wir unseren Gegner vielleicht stutzig und sein Hass wandelt sich in Verwunderung, vielleicht auch in Verständnis unserer Position und unseres Handelns.
Die Attacke unseres Gegners aushalten und die andere Backe hinhalten – ein Schritt weg von der Aggression, hin zu Verständigung und Frieden.
Jesus machte es uns vor.