Atheisten > Celsus, Philosoph des antiken Rom
Jesus auf der Siegesstraße
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„Daß aber sowohl einige von den Christen als auch Juden (sagen), ein Gott oder ein Sohn Gottes sei als Richter der irdischen Dinge entweder schon auf die Erde herabgekommen oder werde noch herabkommen, dies ist das Schmählichste, und die Widerlegung bedarf auch nicht einmal langer Rede.“
 
Celsus, Philosoph des antiken Roms
(P. Koetschau, Des Origenes acht Bücher gegen Celsus, IV, München 1926/1927, S. 2. Zit. nach Klaus Ahlheim, CELSUS in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 21)
 
Celsus, ein Philosoph des antiken Rom und erklärter Gegner des christlichen Glaubens, ist etwas voreilig, wenn er sagt, die Menschwerdung Gottes in der Person Jesu Christi bedürfe noch nicht einmal einer Widerlegung. Er müsste dann nämlich sogar die Aussagen antiker römischer Geschichtsschreiber widerlegen.
Sehen wir einmal davon ab, was im Neuen Testament über Jesus gesagt wird und schauen wir uns nur einmal an, was die antiken Schriftsteller Josephus, Tacitus und Plinius der Jüngere über ihn berichten (s. hierzu Lee Strobel, Der Fall Jesus, Projektion J Verlag, Asslar 2004, S. 99f).
Von ihnen wissen wir, dass Jesus ein jüdischer Lehrer war, dass viele Menschen glaubten, dass er Heilung betrieb, dass ihn manche Menschen für den Messias hielten, dass er von den jüdischen Führern abgelehnt wurde, dass er unter Pontius Pilatus in der Regierungszeit des Tiberius gekreuzigt wurde, dass seine Nachfolger trotz seines Todes glaubten, dass er noch lebendig war, dass sich der Glaube an ihn noch über Palästina hinaus ausbreitete und dass dieser Glaube sogar die Menschen in Rom erfasste.
Und dann kommt Celsus her und möchte uns Jesus als Phantom darstellen.
Wir können demgegenüber aus dem Gesagten zwei Schlussfolgerungen ziehen:
1. Wenn so viele Quellen von Jesus berichten, hat er tatsächlich als Mensch auf der
    Erde gelebt.
2. Wenn Jesus Kranke geheilt hat und von den Toten auferstanden ist, dann ist er Gott.
Warum wehrt sich Celsus gegen die Erkenntnis, dass es Jesus gibt und dass er der Sohn Gottes ist?
Weil er im Rom seiner Tage mit ansehen musste, wie immer mehr Menschen die von ihm favorisierten heidnischen Gottheiten verließen und zum Glauben an Jesus Christus kamen. Und einer der Gründe, warum dies geschah ist, dass Jesus nicht in irgendeinem Götterhimmel zurückgezogen lebte sondern dass er in das Elend der Menschen auf der Erde hinabstieg, weil er sie liebt.
Diese Beweise der Existenz des Gottessohnes und seine Liebe zu den Menschen möchte Celsus gerne hinwegdiskutieren. Beides haben seine heidnischen Gottheiten nicht zu bieten.
Wir sehen einen Celsus, den Anhänger heidnischer Gottheiten im antiken Rom auf der Verliererstraße und gleichzeitig den christlichen Glauben auf dem Vormarsch.