Atheisten > Celsus, Philosoph des antiken Rom
Ein Kamel geht durchs Nadelöhr
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Celsus sagt, dass „der Ausspruch Jesu gegen die Reichen: »Es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als daß ein Reicher in das Reich Gottes eingehe«, geradezu aus Platon genommen sei, indem Jesus den platonischen Satz: »Unmöglich ist es, daß ein hervorragend guter Mensch zugleich auch hervorragend reich sei«, verfälscht habe.“
 
Celsus, Philosoph des antiken Rom
(P. Koetschau, Des Origenes acht Bücher gegen Celsus, VI, München 1926/1927, S. 16. Zit. nach Klaus Ahlheim, CELSUS in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 22f)
 
Jesus meint etwas anderes als das, was Platon beobachtet hat. Letzterer geht davon aus, dass reiche Menschen nicht zugleich gute Menschen sein können.
Jesus meint mit seinem Ausspruch, dass jemand, der von der Sorge um seinen Reichtum beherrscht wird, nicht zugleich ein Kind Gottes sein kann.
Haben Sie schon einmal versucht, zu tauchen und dabei gleichzeitig zu grillen? Beides zusammen geht nicht. Genauso unmöglich ist es, dass man von der Sorge um sein Geld beherrscht wird und gleichzeitig so leben kann, wie es Jesus möchte. (Uwe Schäfer)
Jesus sagt aber noch etwas: Und doch ist es möglich, dass reiche Menschen in den Himmel kommen. Bei Gott ist alles möglich! (Matthäus 19, 26).
Genau so wie Gott es uns schenken kann, dass wir nicht mehr von der Sünde beherrscht werden, kann er uns auch von der Sorge um den Reichtum befreien. Gott will uns geben, was wir brauchen.
Was den Ausspruch Platons von dem Jesu unterscheidet ist, dass ersterer den Reichen verurteilt und ihn damit allein lässt, während Jesus dem Reichen Gnade gewährt und einen Ausweg zeigt, der ihm das ewige Leben ermöglicht.