Atheisten > Celsus, Philosoph des antiken Rom
Ein allmächtiger und gerechter Gott
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„Gott fürwahr ist allen gemeinsam, er ist gut und bedürfnislos und ohne Neid [...]"
 
Celsus, Philosoph des antiken Rom
(P. Koetschau, Des Origenes acht Bücher gegen Celsus, VIII, München 1926/1927, S. 21. Zit. nach Klaus Ahlheim, CELSUS in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 16)
 
Der christliche Glaube hatte für einen Menschen wie Celsus, der in der antiken Kultur mit ihrer vielfältigen Götterwelt groß geworden war, Neues und Unfassbares zu bieten.
Ein Gott, der für alle da war, für Arm und Reich, für Menschen aller Rassen und nicht einer, der u.U. nur einer bestimmten Berufsgruppe zugeordnet war und der mit menschlichen Eigenschaften ausgestattet wurde.
Oder denken wir an die Praxis im antiken Rom, wo sich Kaiser als Gott verehren ließen.
Dem steht der Gott der Christenheit gegenüber, der allmächtig ist, der Schöpfer des gesamten Universums, der auf menschliche Parteinahme oder Schmeichelei nicht angewiesen ist.
War Gott allmächtig, so ließen sich seine Nachfolger auch nicht dazu bringen, gleichzeitig andere Götter anzubeten (Religionsvermischung: Ein beliebtes Mittel der Herrschenden im antiken Rom, Menschen verschiedener Bevölkerungsgruppen unter politische Kontrolle zu bekommen) oder anderweitige Glaubenskonzessionen zu machen.
Deshalb erschienen den politisch Mächtigen in Rom die Christen als gefährlich: Sie ließen sich nicht manipulieren und nicht korrumpieren und deshalb auch in kein politisches Machtkonzept integrieren.
Aus diesem Grund stand Celsus auf, als erster Philosoph in Rom den christlichen Glauben öffentlich zu kritisieren und in ein schlechtes Licht zu rücken, um damit ihren Einfluss in der politisch zu beherrschenden Bevölkerung einzudämmen.
Aber was konnte Celsus an dem christlichen Glauben schon kritikwürdiges finden? Einem Gott, der allen gegenüber gerecht ist, der alle Menschen gleichermaßen liebt und der nicht zu korrumpieren ist wie die mit menschlichen Schwächen behafteten erfundenen Götter der antiken Kultur, einem solchen Gott stand Celsus zunächst fassungslos gegenüber.
Aber für uns, wie auch für die damaligen Bewohner Roms, ist der Gott der Liebe ein Gegenüber, dem man vorbehaltlos vertrauen und sich mit all seinen Problemen getrost anvertrauen kann. Er will uns nicht nur ein sinnvolles Leben auf dieser Erde sondern auch das ewige Leben schenken.