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Die Ideen Gottes
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„Die Gottesidee enthält die Abdankung der menschlichen Vernunft und Gerechtigkeit in sich ...“
 
Michail Aleksandrowitsch Bakunin (1814-1876), russischer Revolutionär und Anarchist
Gesammelte Werke von Bakunin, hrsg. von Erwin Rohlfs, Verlag Der Syndikalist, Berlin 1921, Bd. I, S. 105f. Zit. nach Wolfgang Baranowsky, MICHAIL ALEKSANDROWITSCH BAKUNIN in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 296)
 
Bakunin hat also, das ist der Ausdruck seiner Kritik an der angeblichen Gottesidee, das menschliche Verhalten als vernünftig deklariert und singt das Loblied auf die menschliche Vernunft. Da war er nicht der Einzige. Dies geschah z.B. schon während der französischen Revolution; aber trotzdem endete diese in einer Orgie der Denunziation und des Blutvergießens mit Hilfe der Guillotine. Das ist das Produkt der Vernunft, die die französische Revolution leitete: die „menschenwürdige“ Art des Mordens, das manufakturmäßige Morden mit Hilfe der „sauberen“ Guillotine.
Und wohin brachte uns die Vernunft der Anarchisten und der sozialistischen Revolution? In das Spitzelsystem des Sozialismus, in dessen Arbeitslager, in dieses unmenschliche System mit seinen Millionen von Todesopfern.
Seit Beginn der Menschheitsgeschichte bis heute ist die Geschichte der menschlichen Vernunft eine Geschichte der Unterdrückung, der Ausbeutung und der Vernichtung bis zu den Gaskammern des NS-Systems – oder waren die Nationalsozialisten etwa keine mit Vernunft begabten Wesen?
Dieser zweifelhaften Vernunft des Menschen stellt Jesus die Gebote „Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst“ und „Liebt eure Feinde“ entgegen. Nur indem wir uns auf die Liebesgebote Gottes besinnen, können wir die schrecklichen Auswirkungen der „menschlichen Vernunft“ verhindern. Deshalb sagt der Apostel Paulus:

„… lebt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat.“