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Fähig zur Liebe
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Die einzige menschliche Liebe, die in der metaphysischen Moral („Aus Liebe zu Gott“)möglich sein soll „… besteht gerade darin, daß die Menschen sich nicht um ihrer selbst willen, aus eigenem Bedürfnis lieben, sondern nur, um dem höchsten Herrn zu gefallen.“
 
Michail Aleksandrowitsch Bakunin (1814-1876), russischer Revolutionär und Anarchist
(Gesammelte Werke von Bakunin, hrsg. von Erwin Rohlfs, Verlag der Syndikalist, Berlin 1921, Bd. I, S. 195. Zit. nach Wolfgang Baranowsky, MICHAIL ALEKSANDROWITSCH BAKUNIN in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 297)
 
Als Adam und Eva gegen Gott revoltierten und dadurch dem Bösen Gelegenheit gaben, in das Leben der Menschen zu gelangen, stellte sich bald heraus, dass es nun – in dem Leben fern von Gott – mit der Liebe zwischen den Menschen schwieriger geworden war. Kain erschlug seinen Bruder Abel und seitdem bestimmten Gewalt und Unterdrückung die menschlichen Beziehungen.
Gott versuchte den Menschen dadurch zu helfen, dass er ihnen Lebensregeln gab, Hilfen zum Umgang miteinander, die Zehn Gebote. Z.B. wird kein Mensch bestreiten, dass es sinnvoll ist, nicht zu töten; aber sie hielten sich nicht daran.
Dann sandte Gott seinen eigenen Sohn, der mit seiner Opfertat am Kreuz die Sünde besiegte. Wer an ihn glaubt, dem sind nicht nur seine Sünden vergeben, der wird auch nicht mehr von der Sünde beherrscht. „Unser von der Sünde beherrschtes Wesen ist vernichtet, und wir müssen nicht länger der Sünde dienen,“ sagt der Apostel Paulus.
Es ist also nicht so, wie Bakunin behauptet, dass wir im christlichen Glauben aus Liebe zu Gott die Menschen lieben, sondern dass wir durch den Glauben an ihn in die Lage versetzt werden, andere Menschen zu lieben.