Atheisten > Michail Aleksandrowitsch Bakunin
Vergebung und Versöhnung
Weitere Texte:
Michail Aleksandrowitsch Bakunin
Pro2-BakuninWahrheit-158
Pro2-BakuninVerneinung-160
Pro2-BakuninUrsache-154
Pro2-BakuninTriumph-153
Pro2-BakuninSklave-157
Pro2-BakuninReligion-155
Pro2-BakuninPriester-164
Pro2-BakuninPrediger-151
Pro2-BakuninOpfer-161
Pro2-BakuninMoral-162
Pro2-BakuninGottesidee-159
Pro2-BakuninGott-156
Pro2-BakuninEhre-152
Pro2-BakuninBewusstsein-163
Pro2-BakuninOpfer-161
Alle Religionen „ruhen hauptsächlich auf der Idee des Opfers, das heißt auf der beständigen Opferung der Menschheit zugunsten der unersättlichen Rache der Gottheit.“
 
Michail Aleksandrowitsch Bakunin (1814-1876), russischer Revolutionär und Anarchist (Gesammelte Werke von Bakunin, hrsg. von Erwin Rohlfs, Verlag Der Syndikalist, Berlin 1921, Bd. I, S. 105f. Zit. nach Wolfgang Baranowsky, MICHAIL ALEKSANDROWITSCH BAKUNIN in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 296)
 
Dass Gott beständig auf Opfer durch Menschen und auf Rache aus ist, ist beim christlichen Glauben eben nicht der Fall. Im Gegensatz zu den Religionen wird hier von den Gläubigen kein Opfer verlangt sondern Gott kommt selbst aus der Herrlichkeit des Himmels in das armselige Leben der Menschen und opfert sich am Kreuz auf Golgatha, damit den Menschen, die an ihn glauben, die Sünden vergeben sind und damit sie das ewige Leben haben.
Der Tod Jesu am Kreuz ist Ausdruck der Sehnsucht Gottes, uns zu vergeben. Wir Menschen müssen Gott eben kein Opfer bringen – das hat Jesus ein für allemal für uns getan.
Man kann deshalb sagen, dass Gott nicht auf Rache aus ist, wie Bakunin das fälschlicherweise behauptet. Durch Jesu Tat am Kreuz ist unsere Schuld ein für allemal weggenommen. Es gibt also für jeden Menschen die Möglichkeit, Vergebung und Versöhnung zu finden.