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Glaube an Gott statt Revolution
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„Gewiß ist, daß er (JESUS) der Prediger der armen Leute war, der Freund und Tröster der Elenden, der Unwissenden, der Sklaven und der Frauen [...] Er versprach allen Unterdrückten ... das ewige Leben. Er wurde, wie sich von selbst versteht, von den Vertretern der offiziellen Moral und der öffentlichen Ordnung seiner Zeit gekreuzigt...“
 
Michail Aleksandrowitsch Bakunin (1814-1876), russischer Revolutionär und Anarchist
(Gesammelte Werke von Bakunin, hrsg. von Erwin Rholfs, Verlag Der Syndikalist, Berlin 1921, Bd. I, S. 140f. Zit. nach Wolfgang Baranowsky, MICHAIL ALEKSANDROWITSCH BAKUNIN in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 293)
 
Jesus war nicht der Prediger der armen Leute sondern der Menschen, die sich als Sünder erkannten. Und er wurde nicht aus politischen Gründen hingerichtet, sondern weil die religiösen Führer fürchteten, dass er, der sich als der Sohn Gottes bekannte, ihnen die Macht über die gläubigen Juden streitig machen könnte.
Jesus wollte die Menschen zum Glauben an Gott bekehren und zu einem sündlosen Leben hinführen. Er will uns das ewige Leben schenken. Aber die meisten Menschen interpretieren in diese Ziele ihre eigenen egoistischen und machtpolitischen Interessen hinein. Wer dies tut, wie die Pharisäer und Schriftgelehrten im damaligen Israel, der verkennt die Göttlichkeit Jesu und geht am Leben vorbei. Denn nur das Leben, das von Sünde befreit ist, das ewige Leben, das Jesus uns schenken will, ist lebenswert. Dieses Leben beginnt schon hier auf der Erde, wenn wir zu Jesus „ja“ sagen.
Wenn wir Jesus interessant finden sollten wir uns einmal klar darüber werden, was wir von ihm erwarten: Ob wir anderen mit einer „christlichen Einstellung“ imponieren oder ob wir uns durch Jesus mit unseren Sünden konfrontieren lassen wollen. Ob wir über „christliche Nächstenliebe“ nur reden oder ob wir ernst damit machen wollen, unsere Feinde zu lieben. Ob wir stimmungsvolle Gottesdienste erleben oder uns von Jesus Tag für Tag zur tatsächlichen Liebe unserer Mitmenschen erziehen lassen wollen.
Wir werden immer wieder den Hang danach verspüren, wie die Pharisäer mit frommen Sprüchen glänzen und unsere Stellung als Christen zur persönlichen Vorteilnahme ausnützen zu wollen. Aber immer gilt: Jesus sagt uns, wie wir als seine Nachfolger wirklich leben sollen. Er führt zu einem Leben in christlicher Demut und Nächstenliebe.