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Revolution
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„Zeigt uns übrigens nicht die Geschichte, daß die Priester aller Religionen, ausgenommen die der verfolgten Kulte, immer die Verbündeten der Tyrannei waren?“
 
Michail Aleksandrowitsch Bakunin (1814-1876), russischer Revolutionär und Anarchist
(Gesammelte Werke von Bakunin, hrsg. von Erwin Rohlfs, Verlag Der Syndikalist, Berlin 1921, Bd. I, S. 254. Zit. nach Wolfgang Baranowsky, MICHAIL ALEKSANDROWITSCH BAKUNIN in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 298)
 
Das Leben Jesu, des Sohnes Gottes, auf der Erde kommt einer revolutionären Geschichte gleich.
Ist es nicht das Bestreben eines jeden Menschen, andere Menschen zu seinen Gunsten zu beeinflussen und durch Bündelei anderen gegenüber in Vorteil zu kommen?
War es nicht immer das Bestreben der Menschen, die Vertreter der Religionen zu ihren Verbündeten zu machen um ihre Macht zu festigen?
So verhielten sich die Menschen auch Jesus gegenüber. Die geistliche Elite des Landes fürchtete um den Verlust ihrer Privilegien, falls Jesus beim Volk Erfolg haben sollte. Die Besatzungsmacht fürchtete sich vor einem nationalen Aufstand aufgrund der Aktivitäten Jesu und viele Menschen aus dem einfachen Volk, die Jesus nachfolgten, sahen in ihm gern den Anführer eines Aufstandes zur Befreiung Israels durch die Beseitigung der römischen Besatzungsmacht.
Aber Jesus sprach sich ganz klar gegen Machtpolitik aus:

„Die Könige herrschen über die Völker wie Tyrannen, und die Machthaber unterdrücken, wen sie können. Aber gerade so darf es bei euch nicht sein. Wer groß sein will, der soll den anderen dienen, und wer der Erste sein will, der soll sich allen unterordnen.“ (Matthäus 20, 25-27)

Jesus bewies durch sein Leben, dass es auch ihm nicht darum ging, andere zu beherrschen sondern den Menschen zu dienen: Obwohl er alle militärische Macht seines Vaters im Himmel hätte mobilisieren können ließ er – der niemandem etwas getan hatte – sich von den führenden Juden gefangen nehmen, den Römern übergeben und von diesen foltern und töten. Das tat er, um mit seinem Leben dafür zu bezahlen, dass viele Menschen aus der Gewalt des Bösen befreit werden können.
Jesus hat damit eine Revolution in der Geschichte der Menschheit vollbracht. Wer an ihn glaubt und keine Machtziele verfolgt, kann sich als Kind Gottes bezeichnen. Wer sein Gebot der Liebe in den Wind schlägt und mit Hilfe seiner Lehre Macht erringen will, kann sich schlecht als sein Nachfolger bezeichnen.