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Hoffnung und Freude
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„Wie triumphierend spricht nicht auch der heilige Apostel Paulus von dem Ärgernis des Glaubens und dem Triumph dieser göttlichen Narrheit, welche die Mächtigen und Weisen der Zeit zurückwiesen, welche aber um so leidenschaftlicher von den Einfachen, den Unwissenden und den Armen im Geiste angenommen wurde!“
 
Michail Aleksandrowitsch Bakunin (1814-1876), russischer Revolutionär und Anarchist
(Gesammelte Werke von Bakunin, hrsg. von Erwin Rohlfs, Verlag Der Syndikalist, Berlin 1921, Bd. I, S. 140f. Zit. nach Wolfgang Baranowsky, MICHAIL ALEKSANDROEITSCH BAKUNIN in Karlheinz Deschner (Hg.), Das Christentum im Urteil seiner Gegner, Verlag Max Huber 1986, S. 294)
 
Mit der „christlichen Sinnlosigkeit“ meint Bakunin offensichtlich den freiwilligen Kreuzestod Jesu, mit dem er die Glaubenden von ihrer Schuld befreit. Bakunin will die Notwendigkeit dazu nicht erkennen.
Der Kreuzestod Jesu ist die konsequente Umsetzung von dem, was er den Menschen während seines irdischen Daseins predigte: Liebt eure Feinde, liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst, glücklich sind, die auf Gewalt verzichten usw. Das war das Brot des Lebens, das Jesus den Menschen gab und einer der Gründe, warum sie ihm zu Tausenden hinterher zogen und ihn priesen. Diese Menschen sahen den tiefen Sinn, der in Jesu Worten und Lebensweise liegt. Wer stolz ist und sich für weise hält findet es wohl unter seiner Würde, z.B. seine Feinde zu lieben und für sie zu beten. Wer sich seelisch und materiell am Boden befindet ist aber viel eher offen für die Worte Jesu weil er sich nicht vormachen kann, er sei etwas Besseres.
Wer sich auf Jesus einlässt, wer an ihn glaubt, der wird erkennen, dass die von den Starken der Gesellschaft verachtete Lehre Jesu tatsächlich Hoffnung, Freude und Befriedigung im Leben bringt.